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Ode an Peymann

von Kristin Becker

Gestern Abend hat uns Claus Peymann, Intendant des Berliner Ensembles, den Glauben an das deutsche Theater zurückgegeben. Im Preiskampf hat er mit überzeugenden Argumenten – wir hatten auch einige – die Gegner aus dem Feld geschlagen und am Ende triumphiert. Ein großer Auftritt.

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Die 3Sat Preiskampf-Juroren Claus Peymann und Jenny Erpenbeck in Aktion. Foto: Jason Kassab-Bachi

Lieber Claus Peymann,

auch wenn es gestern Abend keinen Ringrichter gab, den Kampf hast Du nicht nur durch das kollektive K.O. Deiner Mitstreiter gewonnen, sondern auch klar nach Punkten. (mehr …)

Wir werfen fünf Argumente in den Ring

von Anna Postels

Heute Abend wird der 3sat-Theaterpreis verliehen – und der Theaterstreit der Jury zum ersten Mal live im Fernsehen übertragen! In der Jury sitzen Berliner-Ensemble-Intendant Claus Peymann, Theaterkritiker C. Bernd Sucher, Schriftstellerin Jenny Erpenbeck und tt09-Jurymitglied Eva Behrendt. Seit 13 Jahren wird der 3sat-Preis für eine besonders herausragende künstlerische Leistung im Rahmen des Theatertreffens verliehen. Wir sind gespannt, wer die 10.000 Euro gewinnen wird – und haben ein paar Entscheidungstipps für die Jury zusammen gestellt.

1. Den Zugriffszahlen auf dem Theatertreffen-Blog vertrauen: (mehr …)

Warum Afrika, Herr Steinmeier?

von Johannes Schneider

Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema „Politik und Privatheit“ trafen am 2. Mai im Rahmenprogramm des Theatertreffens zwei zusammen, die gemeinsam etwas vorhaben: Christoph Schlingensief will in Afrika ein Opernhaus errichten, Außenminister Frank-Walter Steinmeier will ihn dabei unterstützen. Aber warum eigentlich?

Bis gestern war diese Information irgendwie schillernd gewesen: Christoph Schlingensief möchte ein Opernhaus in Afrika bauen, auf einem grünen Hügel irgendwo in Tansania oder Burkina Faso, und sein prominentester Fürsprecher ist der Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier persönlich.

Steinmeier und Schlingensief

Privates Nachdenken im öffentlichen Raum, Deutschland, Haus der Berliner Festspiele, oberes Foyer: Podiumsdiskussion unter anderem mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Regisseur Christoph Schlingensief und "kulturzeit"-Moderatorin Tina Mendelsohn. Fotos: Jan Zappner

Im Kopf erstanden die herrlichsten Bilder, wie diese Konsensfindung wohl abgelaufen sein könnte – bei irgendeinem Empfang in irgendeinem Garten, oder an irgendeiner Bar nach irgendeinem Podium, auf jeden Fall irgendwas mit Sektflöten in der Hand: „Wir haben da unten immer geklaut, und jetzt klauen wir eben transparent, und wir dürfen da klauen, denn da kommen wir her“, hätte Schlingensief seinen ganz eigenen Kulturimperialismus definiert. (mehr …)

Der Ton zum Film

von Elise Graton und Jan Zappner

Gestern Abend war die Aufführung von Christoph Schlingensiefs „Eine Kirche der Angst“ ja regelrecht ausverkauft. Dennoch konnten viele der an der Kasse leer ausgegangenen Besucher dank einer vor Ort von ZDF und 3Sat organisierten Videoübertragung einen Eindruck vom Stück bekommen. Ein Stimmungsbericht.