Artikel-Schlagworte: „Jan Zappner“

Bemerkenswert gut gestimmt

von Blog-Redaktion

Es wurde gearbeitet, bis spät in die Nacht, es wurde zu jeder Tageszeit geschnitten, geschrieben, fotografiert, gefilmt und produziert, es wurde gefeiert, es wurde diskutiert und geplant. Der Theatertreffen-Blog, der in diesem Jahr zum ersten Mal die tt-Festivalzeitung ersetzte, begleitete das Theatertreffen 2009 in Text, Bild und Ton, mit Fotogalerien, Audioporträts, Nachtkritiken, Interviews, Beziehungstipps, einem ABC und sogar Selbstkomponiertem. Zum Abschluss des Festivals zieht die Blog-Redaktion Bilanz.

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Bis in die frühen Morgenstunden sorgte Blogger Johannes Schneider mit Ukulele und Köl'scher Mundart für Gruppenharmonie: bemerkenswert. Foto: Jan Zappner

Eine gewaltige Überdosis

Die Sicht durch ein beeindruckendes Riesenauge auf einen persönlichkeitsgespaltenen Josef K.. Die Kraft einer Birgit Minichmayr, mich allein mit ihrer Stimme von der Probebühne zu fegen. Eine bezaubernde Maren Eggert, die in der warmen Abendsonne sanft strahlte. Unser Mentor, der akribisch die maßlose Nutzung von Adjektiven abmahnte. Ein bemerkenswertes Team, in dem Streit nicht Untergang und Party nicht Ausschlafen bedeutete. Und – (mehr …)

„Tun, als ob“ geht bei Gosch nicht!

von Johannes Schneider und Matthias Weigel

Die eine ist Schauspielerin, hat schon fünfmal in Inszenierungen von Jürgen Gosch gespielt. Beim tt09 ist sie die Mascha in Tschechows „Möwe“. Dort steht auch die andere, eigentlich Regie-Hospitantin, in der Minirolle des „Dienstmädchens“ auf der Bühne, als eine von drei Laien: Meike Droste und Theresa Schütz über ihre Erfahrungen mit dem Regisseur Jürgen Gosch.

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Von schwierigen gruppendynamischen Prozessen keine Spur: Die Darstellerinnen Meike Droste (links) und Theresa Schütz. Fotos: Jan Zappner

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Spurensuche in der Wohnmaschine

von Maximilian Grosser und Jan Zappner

Nicht weit vom Olympiastadion entfernt ließen die Bühnenbildnerinnen Muriel Gerstner und Janina Janke die Teilnehmer ihres Workshops Die Stadt als Text das Corbusier-Haus zwei Wochen lang erforschen. Eine Audio-Slideshow.

Paparazzi im Frische-Paradies

von Jan Zappner

Variationen von der Berg-Gemse, Sachertorte oder klassischer Zwiebelrostbraten: Das waren die Rezeptvorschläge von Burgtheater-Regisseur Martin Kušej für eine gemeinsame Koch-Interviewstunde in seiner Heimatstadt Hamburg. Doch das tt-Blog-Team unternahm stattdessen mit dem Österreicher einen kulinarischen Geburtstagsspaziergang durch die Feinkostabteilung des KaDeWe. Auf der Suche nach der ultimativen Frische schmecken wir schließlich das Salz des Atlantiks auf unseren Zungen. Eine Diaschau.

Die Marionette in dir

von Maximilian Grosser und Jan Zappner

Seit 1994 fällt das Performance-Kollektiv Gob Squad durch seine außergewöhnlichen Produktionen auf, darunter wilde Happenings und Verquickungen von Theater, Video und Alltagsszenen. Beim tt09 leitet die Gruppe einen Workshop im Internationalen Forum. Und erprobt einfache, aber schräge Verfremdungstechniken. Ein Arbeitsbericht.

Gob Squad

Die Schweizer Bühnenbildnerin Cristina Nyffeler und der Schauspieler Diar Xani aus dem Kosovo werden von Dritten gesteuert. Eindrücke aus dem Workshop bei Gob Squad beim Internationalen Forum des Berliner Theatertreffens 2009. Foto: Jan Zappner


Schaufel-Akt

von Elise Graton und Jan Zappner

Der Bühnenbildner Johannes Schütz benötigt für Jürgen Goschs Inszenierung von „Hier und Jetzt“ 65 Tonnen Erde. Für den technischen Leiter Thomas Pix aus Berlin, den Bühnenmeister Daniel Lötscher aus Zürich und ihre Teams bedeutete das vier Tage und Nächte schwere Arbeit. Wir waren dabei.

Der Ton zum Film

von Elise Graton und Jan Zappner

Gestern Abend war die Aufführung von Christoph Schlingensiefs „Eine Kirche der Angst“ ja regelrecht ausverkauft. Dennoch konnten viele der an der Kasse leer ausgegangenen Besucher dank einer vor Ort von ZDF und 3Sat organisierten Videoübertragung einen Eindruck vom Stück bekommen. Ein Stimmungsbericht.

 

Prominent dabei

von Anna Postels

Das Theatertreffen ist das Theater-Event des Jahres! Zur Eröffnungsinszenierung von Christoph Schlingensiefs „Die Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ am 1. Mai kamen unzählige Berliner Prominente zum Haus der Berliner Festspiele.

Fritzi Haberlandt. Foto: Jan Zappner

Schauspielerin Fritzi Haberlandt im Zebrakleid und schön wie immer: "Ich bin hier, weil ich natürlich das Stück von Christoph sehen wollte. Ich fand es schön, weil es ein kleinerer Rahmen war, da ja in die Kirchenbänke nicht so viele Leute passen." Foto: Jan Zappner

Anna Postels hat sich für die tt-Blog-Redaktion unter das Premierenpublikum gemischt und die Stimmen der Berühmtheiten eingefangen: von der Schauspielerin Fritzi Haberlandt, von TV-Koch und Moderator Alfred Biolek, vom Intendanten der Berliner Schaubühne Thomas Ostermeier und der Publizistin Lea Rosh. (mehr …)

Bedienungsanleitung für Kirchengänger

von Johannes Schneider

Mit Christoph Schlingensiefs Krebs-Oratorium „Die Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ ist dem Publikum gleich zu Anfang des diesjährigen Theatertreffens eine echte Aufgabe gestellt: „Irritiert“, „fassungslos“, „verstört“ verließen die Rezensenten die Premiere bei der Ruhrtriennale im vergangenen Jahr.

Generalprobe zur Kirche der Angst von Christoph Schlingensief. Fotos: Jan Zappner

Reguläre Karten für die 260 Plätze pro Vorstellung gibt es natürlich nicht mehr. Christoph Schlingensiefs „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ ist eines der begehrtesten Stücke beim Theatertreffen – und eines mit den wenigsten Plätzen. Um doch noch ein paar Menschen reinzuquetschen, wurden auch für die Generalprobe Karten ausgegeben. Und auch wir vom tt-Blog durften dabei sein. Auf der Bühne neben Christoph Schlingensief himself auch eine Masse an Schauspielern, Sängern, Chören und Statisten mit merkwürdigen Kleidern und Frisuren. Fotos: Jan Zappner

Die theaterkritischen Zugriffe schienen durch die biographische und religiöse Intensität von Schlingensiefs „Kirche“ außer Kraft gesetzt: „Schlingensief macht sich unangreifbar, weil der (kranke) Mensch Schlingensief inszeniert ist“, befand Dirk Pilz in der Berliner Zeitung. „Da will einer was wissen von Gott, und er geht den direkten Weg, bedient sich der Rituale, die in der Amtskirche oft so abgespielt wirken“: Rüdiger Schaper verstand die Inszenierung im Tagesspiegel gar als religiöses Meisterwerk.

Mit entsprechend großer Spannung wird das Stück nun beim Theatertreffen erwartet. Aus der Blog-Redaktion werden, nach überstandener Generalprobe, hier die FAQ (frequently asked questions) des verunsicherten Premierenpublikums beantwortet: (mehr …)

Public Viewing im Kirchenschiff

von Jan Zappner