Artikel-Schlagworte: „Kristin Becker“

Acht Personen spielen einen K.

von Kristin Becker Maximilian Grosser

Andreas Kriegenburg hat eine neue Seite an Kafka entdeckt: Wenn sich in seiner Inszenierung von „Der Prozess“ gleich acht K.s durch eine übergroße Pupille als Bühne hangeln, entsteht eine Choreographie des Komischen. Wir sprachen mit dem Regisseur über die Komik bei Kafka, die Choreographisierung des Romans und über seine Gemeinsamkeiten mit dem Prager Autor.

Andreas Kriegenburg

Choreograph bürokratischer Gleichgültigkeit: Andreas Kriegenburg beim tt09. Foto: Jan Zappner

Looking for Kafka

von Kristin Becker

Ausdruckslose Gesichter in der Redaktion, als die Sprache auf das Kafka-Gastspiel beim tt09 kommt. Andreas Kriegenburgs Münchner Der Prozess“-Inszenierung ist eingeladen, doch was soll man dazu sagen – Kriegenburg interessiert, aber Kafka? Warum und vor allem wie soll man überhaupt noch über Kafka nachdenken? Eine Recherche im Selbstversuch.

Kafkaregal im Dussmann

Zeitlos schick im Buchladen: das Kafka-Regal. Fotos: Kristin Becker

Den Einstiegstest mache ich nachts am Küchentisch. Muss man Kafka heute noch lesen, frage ich (mehr …)

“Someone has to do dark”

von Kristin Becker Maximilian Grosser

Woman and foreigner: British theatre director Katie Mitchell is a double minority at the German Theatertreffen. Her very first production in Germany – Franz Xaver Kroetz’ „Wunschkonzert“ at the Cologne Schauspiel – has been invited to this year’s festival. We talked to her about working in Germany, the national peculiarities of cheese sandwiches and the dark side of art. Listen to the podcast!

Katie Mitchell

A view of one's own: British theatre director Katie Mitchell. Foto: Jan Zappner

Warten auf die Luxusrente

von Kristin Becker Maximilian Grosser

Zufrieden sitzt Franz Xaver Kroetz vor uns. Das Schreiben hat der Dramatiker und Schauspieler inzwischen aufgegeben, aber von Katie Mitchells Inszenierung seines 1973 uraufgeführten Stückes „Wunschkonzert“ ist er begeistert – ebenso wie vom Leben nach der Kunst. Wir sprachen mit ihm über die Aktualität seiner Werke und die süßen Aussichten der Pensionierung: ein Podcast.

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Der Dramatiker Franz Xaver Kroetz reist seinen Inszenierungen nicht mehr hinterher. Nach Berlin kommt er aber gerne. Foto: Jan Zappner

Das Kreuz mit der Kunst

von Kristin Becker

112-mal kommt Gott in seinem „Tagebuch einer Krebserkrankung“ vor. Wesentlich öfter als Joseph Beuys. Christoph Schlingensief ist kein Atheist, sondern, wie er selbst sagt, „praktizierender Christ“. Er zahlt Kirchensteuer und würde dem Papst gerne mal die Meinung sagen. In unserem Lagebericht zur Theologieverträglichkeit seiner Kunst sind sich zwei Priester uneins. Hören Sie unter dem Beitrag außerdem, was Schlingensief selbst über Himmel, Glaube, Blasphemie, das göttliche Prinzip und den Vatikan sagt.

Foto: Jan Zappner

Fast echt: Der Altarraum der Oberhausener Herz-Jesu-Kirche als Nachbau in Christoph Schlingensiefs „Kirche der Angst“. Foto: Jan Zappner

„Jesus ist trotzdem nicht da, und Gott ist auch nicht da, und die Mutter Maria ist auch nicht da.“ Es scheint schlecht bestellt um Glauben und Gottvertrauen in Christoph Schlingensiefs Inszenierung „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“. Angesichts seiner Krebserkrankung sind alle Gewissheiten in Frage gestellt, und die Wut auf die Unerklärlichkeit und Ungerechtigkeit des Schicksals bricht sich in einem brachialen Oratorium Bahn. (mehr …)

Wie ein Bahnmitarbeiter zum Bühnenpriester wurde

von Kristin Becker und Anna Postels

Eugen Dittrich hat sein Leben lang bei der Deutschen Bahn gearbeitet. Dann hat er das Theater entdeckt, oder besser: das Theater ihn. Zur Zeit spielt er in Christoph Schlingensiefs „Kirche der Angst“ den Oberpriester. Wie es dazu kam, hat der 69-jährige Mainzer Kristin Becker und Anna Postels erzählt. Zum Anhören des Podcast unter den Fotos auf „Play now“ klicken.

Eugen Dittrich als Schlingensiefs Oberpriester und privat. Foto: Jan Zappner

Vorher-Nachher-Bilder: Eugen Dittrich, der Oberpriester der „Kirche der Angst“, in seinen zwei Gewändern. Fotos: Jan Zappner

Bekenntnisse am Eingang

von Blog-Redaktion

Überall sein, wenn alles los geht: Die Blog-Redaktion verteilte sich beim Start des Berliner Theatertreffens vor dem Eingang des Hauses der Berliner Festspiele, hielt Ausschau nach Prominenz diverser Provinienz, saß in der Aufführung von Christoph Schlingensiefs „Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ auf Bank XV und wartete am Ausgang auf die Kollekte der Eröffnungs-Erkenntnisse. (mehr …)