Artikel-Schlagworte: „Nicolas Stemann“

Schizophren vereinigt

von Matthias Weigel

Vier Persönlichkeiten ergeben einen Franzkarl Moor. Vier Engelteufel toben in einer Person. In Nicolas Stemanns Inszenierung von Schillers „Die Räuber“ dividieren und multiplizieren vier Schauspieler die Zerrissenheit eines Menschen zwischen Freiheit und Bindung, Verantwortungslosigkeit und Liebesbedürfnis, Stolz und Opportunismus. Ein Abend gegen alle, ein kleines Resümee zur Halbzeit.

die-rauber_c-arno-declair_01_450px

Die Faust sprechen lassen: Die vier "Räuber" in Nicolas Stemanns zum tt09 eingeladener Inszenierung. Foto: Arno Declair

Man könnte Nicolas Stemanns Theater als einen Gegenentwurf zum Theater Jürgen Goschs sehen. Wo bei Gosch unkenntlich ist, inwieweit das Spiel überhaupt verabredet ist und ob der Begriff des Darstellens (noch) angebracht ist, ist Stemanns Inszenierung eine einzige große Verabredung, eine artifizielle Konstruktion. (mehr …)

Tatort Theater

von Kristin Becker und Anna Postels

Sonntagabend, „Tatort-Zeit“: Die Schauspielerin Maren Eggert, sonst als Kriminalpsychologin Frieda Jung unterwegs, will zum Stückemarkt des Theatertreffens. Für die tt09-Premiere von Nicolas Stemanns „Die Räuber“ ist sie von Hamburg nach Berlin gekommen. In der Inszenierung spielt sie die Amalia, eine Rolle mit der sie durchaus Probleme hatte, wie sie uns im Garten des Festspielhauses erzählt. Ein Podcast.

Maren Eggert

Entspanntes Warten im Garten: Maren Eggert beim tt09. Foto: Jan Zappner