Artikel-Schlagworte: „Oliver Kluck“

Wenn Blogger zu Bloggisten werden wollen …

von Nikola Richter

(denn so lautet der Neologismus für bloggende Kritiker), sind die Voraussetzungen viel Kaffee an Schokokeks, W-Lan, Denkpausen im Garten und ein voller Tagesplan: jeden Morgen Redaktionssitzung, dann Termine, Theater und fast immer Nachtarbeit. Und natürlich gehören auch tägliche Einsichten in die Blog-Statistik dazu, zum Anfeuern. Weil diese Zahlen wahrlich gut zu lesen waren, schließen sie, diskret im Text verteilt, diesen Blog, der mehr als 100 Beiträge enthält.

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Offline: Elise Graton mit französischer Zeitungsente. Foto: Jason Kassab-Bachi

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Die Stimmen der Sieger

von Blog-Redaktion

Die Stückemarkt-Jury hat gesprochen, nun sprechen die Preisträger:

„Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte, aber den Preis habe ich selbstverständlich verdient. In meinem Stück habe ich ja auch nicht geschrieben, dass es keine Preise gewinnen wird, sondern dass es keine Preise gewinnen muss. Mit dem Maxim-Gorki-Theater zusammenzuarbeiten, wird großartig, und Ideen, was man mit den Moneten machen kann, habe ich auch schon – neue Schuhe wären zum Beispiel angebracht.“

Oliver Kluck, Preisträger des Förderpreises für Neue Dramatik, überlegt, ob er um diese Zeit noch seine werktätigen Eltern anrufen kann und beschließt, zumindest eine SMS an seine Mutter zu schreiben.

„Mich freut besonders, dass ich arbeiten kann: Ein Stückauftrag ist kein leerer Preis, sondern einer mit Perspektive. Ich komme in Kontakt mit Theatern und freue mich jetzt grad einfach riesig auf die feste Zusammenarbeit. Vor dem Druck, den ein solcher verpflichtender Auftrag bedeutet, habe ich keine Angst: Das ist Schriftstelleralltag.“

Nis-Momme Stockmann, Preisträger des Werkauftrags des Stückemarkts, wird nun als erstes seinen Verleger anrufen

„Ich hätte nicht gedacht, dass mein Stück fürs Radio adaptierbar ist. Aber eigentlich spielt es ja mit der Fantasie des Rezipienten. Beim Stückemarkt dabei zu sein, fand ich sehr stimulierend – endlich Feedback zu meiner Arbeit von kompetenten Leuten. So eine Möglichkeit für junge Autoren war für mich neu. In Italien, woher ich komme, gibt es nichts dergleichen. Dort hat keiner Lust, ins Theater zu investieren.“

Davide Carnevali, Preisträger von Theatertext als Hörspiel des Stückemarkts, wird vielleicht seine Freunde aus Barcelona später anrufen.

Voices of the Winners

von Blog-Redaktion

The jury of this year´s Stückemarkt has had its say, now it´s time for the winners to speak:

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Happy Winners of the Stückemarkt 09: Nis-Momme Stockmann, Davide Carnevali and Oliver Kluck

„I don´t know either how this could have happened, but of course I have deserved to win the price. And I did not write in my play that it´s not going to win any prices but that it does not have to win any. Working together with Maxim-Gorki theatre will be fantastic and I´ve got lots of ideas already of what I´m going to do with all the dosh – new shoes for instance would be appropriate.“

Oliver Kluck, winner of the price for furthering young drama, ponders the question of whether he can still ring his parents at this late hour, because they will have to work the next day, and decides to send at least a short message to his mother.

„I´m especially happy about the fact, that I can work: The commission to write a play is not just a void price but it offers a perspective. I get in touch with theatres and am looking forward immensly to a proper co-operation. I´m not afraid of the pressure that such a binding commission brings along: that is part of an author´s everyday life.“

Nis-Momme Stockmann, winner of a commission by the Stückemarkt to write a play, is going to ring his publisher first of all now.

„I wouldn´t have thought, that my play is adaptable for radio. But on the other hand it plays with the recipient´s imagination. Being part of Stückemarkt was very inspiring for me – to finally get feed-back from competent people. Such an opportunity for young authors was new to me. In Italy, where I come from, there is nothing like it. No one there feels like investing in theatre.“

Davide Carnevali, winner of theatre-text as radio-play by Stückemarkt will perhaps call his friends in Barcelona later on.

Eilmeldung

von Kristin Becker

Die Jury hat gesprochen. Die Gewinner feiern kräftig.

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Können ihr Glück kaum fassen. Die Gewinner des Stückemarkts tt09: Nis-Momme Stockmann, Davide Carnevali, Oliver Kluck (v.l.n.r) Foto: Jan Zappner

++Autorenpreise beim tt09-Stückemarkt vergeben++Überraschungen an fast allen Fronten++
Oliver Kluck mit dem Förderpreis für neue Dramatik ausgezeichnet++Werkauftrag an Nis-Momme Stockmann++Davide Carnevali wird zum Hörspiel++
erste Reaktionen der Preisträger in Kürze++

Auf einer Zugfahrt im April

von Johannes Schneider

Heute endet der Stückemarkt beim tt09, verliehen werden dann der „Förderpreis für Neue Dramatik“ und der „Werkauftrag des tt Stückemarkts“. Zeit, sich der ersten Lektüreerlebnisse  mit den fünf im Wettbewerb befindlichen Stücken zu erinnern.

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Konzentriert in der Gegenwartsbeobachtung: Stückemarkt-Autoren Sofi Oksanen und Oliver Kluck, im Vordergrund der Intendant der Berliner Festspiele (und Lyriker) Joachim Sartorius. Foto: Jason Kassab-Bachi

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Die Macht des Teleprompters

von Elise Graton

Eine szenische Lesung ist keine Inszenierung! Dennoch ist sie mehr als nur Lektüre: Sie kann einen Text zum Leben erwecken oder aber auch schaden.

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Willkommen im Kindergarten: In der szenischen Lesung von "Das Prinzip Meese" bewies Sandra Hüller Haltung. Foto: Jason Kassab-Bachi

Wie eine szenische Lesung aussieht, haben bereits die Blog-Kollegen Johannes Schneider und Matthias Weigel veranschaulicht. Zur Erinnerung: Schauspieler stehen oder sitzen auf einer Bühne, Manuskript in der Hand, und lesen ein Stück vor. Ein paar Requisiten, beispielsweise ein Bett, eine Flasche oder ein Telefon, werden ihnen manchmal gegönnt. (mehr …)

Quiz!

von Elise Graton

Ich war zu spät. Vom Autorentisch am Montagabend habe ich leider nur die letzten drei Antworten auf eine mir völlig unbekannte Schlussfrage mitbekommen:

Oliver Kluck: „Eine Zweit-Kreditkarte!“
Nis-Momme Stockmann: „Berührung, Hautkontakt.“
Markus Bauer: „Pfff …?“

Was war wohl die Frage der Moderatorin Gesine Schmidt?

a) Titel des nächsten Stückes?
b) Sonst noch’n Wunsch?
c) Was ist der Sinn des Lebens?
d) Was bringt Ihnen die Einladung zum Stückemarkt?

Ich gehe jetzt mal recherchieren. Sollte jemand eine Ahnung haben: bitte melden!

„Mich befriedigt die klassische Form nicht“

von Elise Graton

Er liest sich wie Prosa und ist doch Theater. Er hat keine klare Handlung, keine wiedererkennbaren Figuren, aber ist für die Bühne geschrieben. Oliver Klucks zum Stückemarkt eingeladener Theatertext „Das Prinzip Meese“ wirft viele, nicht nur stilistische Fragen auf und wurde am 10. Mai um 20 Uhr von Robert Beyer, Sandra Hüller, Astrid Meyerfeldt, Heide Simon und Ingo Günther im Haus der Berliner Festspiele szenisch gelesen.

Oliver Kluck

Auf der Suche nach der Form: der zum Stückemarkt 09 eingeladene Autor Oliver Kluck. Foto: Jan Zappner

„Das Prinzip Meese“ fängt mit dem Vorschlag an, Helmut Schmidt als einzigen Sprecher für das Stück einzuladen. Haben Sie ihn mal angefragt, ob er das tun würde?

Nein. Als das Stück entstanden ist, gab es eine Helmut-Schmidt-Kampagne. Überall Plakate, auf denen man ihn rauchen sah. Beim Warten auf die S-Bahn in Berlin Gesundbrunnen fielen sie mir auf, und ich habe gedacht, er kommt jetzt in den Text rein. (mehr …)

Mein erstes Mal im Doppeldeckerbus

von Oliver Kluck

Wann begann die Liebe zum Theater? Was war die erste dramatische Berührung? Stückemarkt-Autoren erzählen von frühen Leidenschaften – eine Serie zum tt09, exklusiv für den Theatertreffen-Blog.

Noch genau erinnere ich mich, wie ich das erste Mal einen Wagen mit Automatikgetriebe gefahren bin. An den ersten Flug erinnere ich mich und an den Tag, an dem ich das erste Mal einen Anwalt für mich und gegen meine damalige Hochschule beschäftigt habe. Ein sportliches Mädchen mit blonden Haaren wurde zu meiner ersten Freundin. 1990, im Dezember, fuhr ich das erste Mal in einem Doppeldeckerbus durch West-Berlin. (mehr …)