8. Mai 2010 - 17:30 uhr

Kann man sich lieben, wenn man kein Geld hat?

von Kai Kroesche

In Ödön von Horváths 1932 kurz nach der großen Weltwirtschaftskrise entstandenem Theaterstück „Kasimir und Karoline“ scheitert die Beziehung zwischen zwei jungen Menschen an einer trostlosen Realität, in der Arbeitslosigkeit und unerfüllte Sehnsucht nach sozialem Aufstieg romantische Gefühle unmöglich machen.

„Was sagt uns Horváths Volksstück heute?“ fragten wir uns und warfen einen ganz persönlichen Blick auf den beinahe 80 Jahre alten und doch ganz aktuellen Text. Auf dem Wiener Prater entstand eine filmisch inszenierte Reflexion des Stoffes, auf den Straßen von Berlin-Neukölln und -Kreuzberg wurden Leute mit zentralen Fragestellungen des Stücks konfrontiert. Inszenierung trifft auf Wirklichkeit – Theater auf Realität.

Erstausgestrahlt am 8. Mai 2010 im Foyer extra zum Theatertreffen auf 3sat.

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Unsere Kritik zur Inszenierung finden Sie hier.

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Bisher 4 Kommentare

  1. Avatar karo sagt:

    hm, irgendwie nicht ganz nachvollziehbar, was der beitrag will. ist es ein experimenteller film inspiriert von „k&k“? oder ein dokutheaterversuch? oder eine umfrage mit stück-schnipseln?
    insgesamt: sehr pathetisch, leicht kitschig, zu wenig blog, aber als versuch nicht uninteressant.

  2. Avatar Kai Krösche sagt:

    Gegen Kitsch und Pathos protestiere ich vehement! Wie meinst Du das?

    Daß das Konzept am Ende nicht wirklich aufging, stimmt leider. Die Idee war eben, Inszenierung gegen Wirklichkeit zu setzen, das ist in dieser Form aber vielleicht nicht ganz gelungen. Lag leider auch an extremer Zeitknappheit. Danke aber fürs Feedback!

  3. Avatar hans sagt:

    Zeitknappheit zählt nie.

  4. Avatar Kai Krösche sagt:

    Seh ich ja genauso, wenn’s um das Endprodukt geht, trotzdem sind die Produktionsbedingungen natürlich auch etwas, was man nicht einfach ganz ignorieren kann. Es wird dadurch natürlich nicht besser – aber total schlecht ist es dann ja auch wieder nicht.