Artikel-Schlagworte: „Ekat Cordes“

The Future Archive of Theater

von Shane Anderson

Over the course of the festival, I’ve been asking theater makers within and without tt10 about the state of German theater by asking them about the past of theater from the perspective of the future. I’ve been asking the theater makers to assess or reassess their position to the theater of now by looking out from an imaginary future. This tactic, which has been developed by two critical theorists, Manuela Zechner and Anja Kanngieser, is called the future archives and it provides a space to think about the possibility of change. I’ve asked:

Imagine you’re living in the year 2050.  Please describe the theater of 2010 as you remember it.  What’s improved?  What do you miss?

In my correspondence with theater makers, some have said they’d prefer not to discuss the future of German theater or the future at all. Others have said such speculations of ‘visionaries’ have proved to be dangerous over the course of history. But others have agreed with Manuela Zechner and Anja Kanngieser, that talking about the present in the future in the now can help us reframe our desires. These answers can be read and discussed here.

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Stückemarkt, zweiter Teil

von Kai Kroesche

Am Montag sowie am Freitag wurden die letzten drei der insgesamt fünf im Rahmen des Stückemarkts in Form von einstündigen szenischen Lesungen präsentierten Theaterstücke aufgeführt. Zu sehen waren „Ewig gärt“ von Ekat Cordes, „Der große Marsch“ von Wolfram Lotz (beide am Montag) sowie „Ernte“ von Claudia Grehn (am Freitag), an die im Anschluss die Verleihung der Förderpreise folgte (Extra-Beitrag erscheint in Kürze). Wir waren dabei und sprachen mit den Beteiligten.

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Musik: CaBoume „Fly Swatter“; Philipp Köster

Stückemarkt – Episode2

von Kim Keibel

Der Stückemarkt begleitet uns in Episoden: Am Montag diskutierten einige Autoren über politisches Theater, dann wurden Ekat Cordes‚ „Alles gärt“ und Wolfram Lotz‘ „Der große Marsch“ in szenischen Lesungen präsentiert. Kim Keibel hat den Abend fotografiert. Weitere Bildergalerien hier.

„Da gärt ’ne ganze Menge!“

von Kai Kroesche

Ekat Cordes, Autor und Regisseur, nimmt am diesjährigen Stückemarkt mit seinem Stück „Ewig gärt“ teil, das gestern in einer szenischen Lesung vor Publikum präsentiert wurde. Wir sprachen mit ihm über sein Verhältnis zu Horrorfilmen, über Gärungsprozesse und über die Frage, ob und wie Theater den Menschen die Augen öffnen kann.

Stets auf der Suche nach neuen Formen und Ausdrucksweisen: Der Autor Ekat Cordes. Foto: Kim Keibel

Kai Krösche: In Ihrem Stück kommen sowohl in Bezug auf stilistische Mittel als auch auf Aspekte der Erzählweise Elemente vor, die man sonst eher aus dem Genrekino, vor allem dem Horrorfilm kennt. Wie kommt es dazu?

Ekat Cordes: Das Horrorgenre hat mich schon seit meiner Kindheit geprägt – meine Mutter hat immer sehr gern Horrorfilme geschaut, weil sie sich dabei aber so fürchtete, musste ich immer mitgucken. Eigentlich hätte ich mir die Augen zuhalten sollen, aber das hab ich natürlich nicht gemacht – und so schau‘ ich eigentlich schon Horrorfilme, seit ich sechs Jahre alt bin. Ich denke, dass kaum ein Genre so starke Möglichkeiten bietet, auf kreative Weise sehr reale, grausame und auf dem Theater im Grunde kaum darstellbare Probleme auf kritische Weise in künstlerisch überhöhte und gleichzeitig beunruhigende Bilder zu übersetzen. (mehr …)

Fürs Theater schreiben oder Händewaschen?

von Anna Pataczek

Es ist großartig, wie viel für und mit Nachwuchstheatermachern im Programm rund um das Theatertreffen stattfindet. Wie ihnen Bühnen geschaffen werden. Vor der zweiten Stückemarkt-Lesung unterhielten sich am Montagabend die Autoren Wolfram Lotz, Claudia Grehn und Ekat Cordes in der Bornemann-Bar – und fragten sich unter anderem, wie das Theater politisch sein kann. Ihre Antworten zum Nachhören.

Optimistic Young Authors

von Shane Anderson

Conflicts and crises are better partitions than cubicle walls. Crises separate the wheat from the chaff, the optimists from the pessimists. While the pessimist may fall into existential angst and question whether or how one should continue, the optimist keeps hoping that things aren’t all that bad and that they will get better.

Young stage writers in Germany have been faced with a theater specific crisis: the Heidelberger Stückemarkt held back its prize this year, and last year Vienna’s Burgtheater cancelled its workshop for young dramatists. In other words, the current dramatic output has been categorically put into doubt. The question „what’s to be done?“ would seem to naturally arise in face of this conflict. Are these events reason to worry for the general state of theater? Or do they serve as motivation for young authors to flex their dramatic muscles? This year at Theatertreffen, things look rather optimistic. The jury has not only selected a group of (relatively) young writers, but these writers themselves are (mostly) hopeful. I asked them about critical optimism, their hopes for the Stückemarkt and the types of questions theater can answer that, perhaps, other forms of art are unable to.

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Das erste Mal

von Anna Pataczek

Julian van Daal findet, es ist eine unromantische Geschichte. Weil er einfach nur vier Worte in die Suchmaske getippt hat. Was. Soll. Ich. Studieren. Und der Internettest spuckte als Ergebnis aus: Regie. Dramaturgie. Oder Theaterwissenschaft. Auf den ersten drei Plätzen. Julian van Daal studierte zu dem Zeitpunkt noch Jura. Erfolglos, wie er sagt. Theater? Ab und zu mal drin gewesen. Aber mehr auch nicht. Der junge Mann glaubt dem Internet. Er hospitiert im Schauspiel Hannover, in seiner Heimatstadt. Und plötzlich ist es um ihn geschehen. Das Theater lässt ihn nicht mehr los. In Wirklichkeit ist die Geschichte also sehr romantisch.

Ein Autor, der Regie studiert: Julian van Daal. Foto: Kim Keibel

Julian van Daal will jetzt Regisseur werden. Seit zwei Jahren studiert er am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Geschrieben hat er ab und zu, Essays oder Kurzgeschichten. Aber eigentlich nur für sich. Einmal hat er sich hingesetzt und ein Stück verfasst. Weil er einfach mal etwas fertig schreiben wollte, nicht abbrechen, bevor es zu Ende erzählt ist, wie sonst. „Alles ausschalten“ heißt es und wurde prompt zum Stückemarkt nach Berlin eingeladen. Julian van Daal ist 25 Jahre alt, ist damit der jüngste in der diesjährigen Auswahl. Peca Stefan, Ekat Cordes, Wolfram Lotz und Claudia Grehn sind drei oder vier Jahre älter als er, fast alle haben schon Preise gewonnen.

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