Artikel-Schlagworte: „interview“

Als Autor ist man ja gerne mal verletzlich

von Alexandra Müller

Thomas Arzt, Hannes Becker und Sandra Kellein sind die diesjährigen Teilnehmer(innen) des Stückemarkt-Workshops. Unter dem Motto „Vorsicht zerbrechlich“ arbeiten die drei zusammen mit Autor und Dramaturg John von Düffel an kleinen Textausschnitten, die heute Abend präsentiert werden. Ein Werkstattbesuch.

(mehr …)

Die alltägliche Glücks-Suche

von Anna Pataczek

David findet seine Frau Jess auf dem Bett liegend, sie hat eine Überdosis Tabletten geschluckt. Anstatt ihr zu helfen, flößt er ihr Wodka ein, um das Sterben noch zu beschleunigen. David wünscht sich einen Ford Mondeo. Und seine Frau leidet an Kaufsucht, verprasst alles Geld. Das verträgt sich eben nicht. Daniel Hoevels und Susanne Wolff spielen das Paar in „Liebe und Geld“ von Dennis Kelly am Thalia Theater in Hamburg (Regie: Stephan Kimmig). Anlässlich der tt-Premiere heute Abend trafen wir uns mit den beiden Schauspielern in der Garderobe des Deutschen Theaters.

(mehr …)

Kein „Sozialkritiktheater“

von Alexandra Müller

In ihrer Bühnenadaption des italienischen 1970er Jahre-Films „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ hält Karin Beier das Publikum auf Distanz: Die Bühne (Thomas Dreissigacker) ist durch eine schalldichte Glaswand vom Zuschauerraum getrennt. Auf der Spieler-Seite wird gedarbt, gewütet und gequält. Warum die Inszenierung die Armut einschließt, was Karin Beiers „Schmutzige“ mit Ettore Scolas Film zu tun haben und wie das Schauspiel Köln sich über solche Inszenierungen ein Ideal-Publikum heranerziehen möchte, erklärt der Dramaturg Götz Leineweber.

(mehr …)

„Da gärt ’ne ganze Menge!“

von Kai Kroesche

Ekat Cordes, Autor und Regisseur, nimmt am diesjährigen Stückemarkt mit seinem Stück „Ewig gärt“ teil, das gestern in einer szenischen Lesung vor Publikum präsentiert wurde. Wir sprachen mit ihm über sein Verhältnis zu Horrorfilmen, über Gärungsprozesse und über die Frage, ob und wie Theater den Menschen die Augen öffnen kann.

Stets auf der Suche nach neuen Formen und Ausdrucksweisen: Der Autor Ekat Cordes. Foto: Kim Keibel

Kai Krösche: In Ihrem Stück kommen sowohl in Bezug auf stilistische Mittel als auch auf Aspekte der Erzählweise Elemente vor, die man sonst eher aus dem Genrekino, vor allem dem Horrorfilm kennt. Wie kommt es dazu?

Ekat Cordes: Das Horrorgenre hat mich schon seit meiner Kindheit geprägt – meine Mutter hat immer sehr gern Horrorfilme geschaut, weil sie sich dabei aber so fürchtete, musste ich immer mitgucken. Eigentlich hätte ich mir die Augen zuhalten sollen, aber das hab ich natürlich nicht gemacht – und so schau‘ ich eigentlich schon Horrorfilme, seit ich sechs Jahre alt bin. Ich denke, dass kaum ein Genre so starke Möglichkeiten bietet, auf kreative Weise sehr reale, grausame und auf dem Theater im Grunde kaum darstellbare Probleme auf kritische Weise in künstlerisch überhöhte und gleichzeitig beunruhigende Bilder zu übersetzen. (mehr …)

„Ich glaube nicht an die Krise“

von Anna Pataczek

Regisseur Luk Perceval: "Seit dreißig Jahren ist es mein Beruf, Menschen zu verstehen." Foto: Kim Keibel

Luk Perceval hat den Roman „Kleiner Mann – was nun?“ von Hans Fallada für die Bühne adaptiert. Die Geschichte spielt im Berlin der Weimarer Republik, zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise. Heute Abend hat die Produktion aus den Münchner Kammerspielen Theatertreffen-Premiere. Wenige Stunden vorher haben wir den belgischen Regisseur auf eine Zigarettenlänge und vier schnelle Fragen vor dem Bühneneingang getroffen. Luk Perceval über die Krise, Menschenliebe, gute Theaterabende und ein Deutschland, das nicht mehr existiert.

„We Want People to Eat More Vegetables“

von Shane Anderson

Based on transcriptions of telephone conversations that Pavol Liska conducted with collaborator Kristin Worrall, the Nature Theater of Oklahoma has created a marathon musical worthy of the word epic. „Life and Times – Episode 1 derives from the first conversation Pavol Liska had with Kristin Worrall, wherein Kristin makes the first attempt to tell her life story; spanning from her birth until her eighth year.

I sat down with founders Kelly Copper and Pavol Liska to talk about epic theater, boredom, conceptual writing and the Super Bowl.

Pavol Liska. Photo: Kim Keibel

Kelly Copper. Photo: Kim Keibel


(mehr …)