Artikel-Schlagworte: „Konfrontation“

Dageblieben!

von Kai Kroesche

Natürlich weiß man im Theater vorher oft nicht, was man kriegt. Und wird dann auch mal negativ überrascht. Noch lange kein Grund, dem Abend den Rücken zu kehren: Denn damit setzt man sowohl für die anderen Zuschauer als auch sich selbst gegenüber ein Zeichen der Resignation. Eine Entgegnung zu Judith Lieres Plädoyer fürs Aufstehen und Rausgehen.

Eins vorweg: Es ist prinzipiell nichts dagegen einzuwenden, vor dem Ende einer Aufführung das Theater zu verlassen. Vorausgesetzt, niemand – von den Schauspielern hin zu den anderen Zuschauern – bekommt das plötzliche Aufstehen und Verschwinden mit. Und vorausgesetzt, man behauptet nachher nicht, in dem Stück jemals dringesessen zu haben. Oder sich für Theater zu interessieren.

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