Artikel-Schlagworte: „Münchner Kammerspiele“

Alfred-Kerr-Darstellerpreis 2010

von Anna Pataczek

Paul Herwig nach der Premierenparty beim Theatertreffen. Foto: Kim Keibel

Paul Herwig ist heute Nachmittag mit dem Alfred-Kerr-Darstellerpreis für seine Rolle des Johannes Pinneberg in „Kleiner Mann, was nun“ ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde zum sechzehnten Mal vergeben. Geehrt werden junge Schauspieler oder  Schauspielerinnen, die in einer Inszenierung auf der Bühne des Theatertreffens zu sehen waren. Juror war in diesem Jahr war Schauspieler Bruno Ganz.

„Er lässt mich ins Innere sehen, in seines, in Pinnebergs und in meines“, begründete Ganz seine Wahl für den 1970 geborenen Paul Herwig. Sich zu entscheiden, schien ihm nicht einfach gefallen zu sein. Die Regisseure des diesjährigen Theatertreffens scheuten das Identifikatorische wie der Teufel das Weihwasser, beklagte sich der Juror. Stattdessen sah er: „Comedy, Chor und Kabarett“. Das habe ihm die Möglichkeit genommen, die Schauspieler zu beurteilen. (mehr …)

Männer und Frauen

von Kim Keibel

Nach der Premiere von „Kleiner Mann – was nun?“: eine unserer unkommentierten Bilderserien – mit vielen Schauspielern von den Münchner Kammerspielen.

„Ich glaube nicht an die Krise“

von Anna Pataczek

Regisseur Luk Perceval: "Seit dreißig Jahren ist es mein Beruf, Menschen zu verstehen." Foto: Kim Keibel

Luk Perceval hat den Roman „Kleiner Mann – was nun?“ von Hans Fallada für die Bühne adaptiert. Die Geschichte spielt im Berlin der Weimarer Republik, zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise. Heute Abend hat die Produktion aus den Münchner Kammerspielen Theatertreffen-Premiere. Wenige Stunden vorher haben wir den belgischen Regisseur auf eine Zigarettenlänge und vier schnelle Fragen vor dem Bühneneingang getroffen. Luk Perceval über die Krise, Menschenliebe, gute Theaterabende und ein Deutschland, das nicht mehr existiert.