Artikel-Schlagworte: „Nis Momme Stockmann“

Nicht gefallen wollen

von Kai Kroesche

Annette Pullens Inszenierung von Nis-Momme Stockmanns „Kein Schiff wird kommen“, einem Werkauftrag des tt-Stückemarkts 2009, wurde gestern einmalig in der Seitenbühne des Hauses der Berliner Festspiele aufgeführt. Vorher nahmen Stockmann und sein Autorenkollege Oliver Kluck den deutschen Theaterbetrieb auseinander – Marktgefälligkeit ist, zumindest am Diskussionstisch, out.

Angriffs-Stimmung beim letztjährigen Stückemarkt-Gewinner Nis-Momme Stockmann: Im Gespräch mit Oliver Kluck und der Leiterin des Theatertreffens Iris Laufenberg sprach er sich aus gegen eine Angleichung an den Mainstream und die Reproduktion ewig gleicher Diskurse und für einen Schritt in eine Richtung jenseits der Gefälligkeiten des Marktes – Theater sei doch eine Nischenkultur, die eben dadurch die Möglichkeit habe, Nischendiskurse zu verhandeln.  Nichts fände er im übrigen „abtörnender“ als die kühle und zynische Art und Weise, in der im zeitgenössischen Theater große Gefühle wie die Liebe als begründbares Phänomen dargestellt würden – da sei ihm das oft geschmähte Pathos immer noch lieber.  (mehr …)

Privat:

von Mary Scherpe


Der Autor Nis-Momme Stockmann am 21. April 2010 in seiner Wohnung in Berlin-Neukölln. Heute Abend wird sein Stück „Kein Schiff wird kommen“ gezeigt.

Die Fotografin Mary Scherpe besucht für uns Berliner Theatermacher.

Wie kommt das Stück zum Stückemarkt?

von Barbara Behrendt

Heute beginnt der Stückemarkt – 297 Texte wurden in diesem Jahr eingereicht. Welche Schritte durchläuft ein eingesandtes Stück, bis es zu den acht Auserwählten gehört, die im Rahmen des Theatertreffens präsentiert und gegebenenfalls gefördert werden? Eine kleine Reise.

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