Artikel-Schlagworte: „Schauspiel Köln“

Wieviel Zickigkeit können Sie sich leisten?

von Alexandra Müller

Die schlechte wirtschaftliche Lage, das fehlende Geld, die Krise: An allen Ecken und Enden ging es auch beim Theatertreffen darum. Persönlich betroffen sind fast alle, hier spricht nun eine, die das Thema „Produktionsbedingungen“ ein Festival lang mit sich herumschleppte.

Es sieht schlecht aus. Aber das wissen wir doch, ruft es jetzt aus allen Richtungen. Sogar mein jugendlich-naives früheres Ich wusste es schon: Als die 17-jährige Alexandra M. sich damals im mittelhessischen Niederbieber dafür entschied, Schauspielerin werden zu wollen, sagte sie immer, wenn sie darauf angesprochen wurde: „Ich weiß, dass es hart ist, aber wenn man es wirklich will, muss man es tun. Meine Mama unterstützt mich da auch.“

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Herzzahl: Prekär

von TT-Blog Redaktion

Gesehen, gedacht, gepunktet. Direkt nach jeder tt-Premiere beurteilen wir die Inszenierung in vier Kategorien. Am nächsten Tag folgt eine ausführliche Kritik.

Heute: “Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“

* FILMTREUE // ♥ _ _ _ //

* ZOOFAKTOR // ♥ ♥ ♥ ♥ //

* SPÄTRÖMISCHE DEKADENZ // _ _ _ _ //

* SPRACHBEHERRSCHUNG // ♥ ♥ ♥ _ //

Kein „Sozialkritiktheater“

von Alexandra Müller

In ihrer Bühnenadaption des italienischen 1970er Jahre-Films „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ hält Karin Beier das Publikum auf Distanz: Die Bühne (Thomas Dreissigacker) ist durch eine schalldichte Glaswand vom Zuschauerraum getrennt. Auf der Spieler-Seite wird gedarbt, gewütet und gequält. Warum die Inszenierung die Armut einschließt, was Karin Beiers „Schmutzige“ mit Ettore Scolas Film zu tun haben und wie das Schauspiel Köln sich über solche Inszenierungen ein Ideal-Publikum heranerziehen möchte, erklärt der Dramaturg Götz Leineweber.

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Das Leben muss weiter gehen

von Barbara Behrendt

Ein Vergnügen war das nicht. Die Eröffnungsinszenierung „Kasimir und Karoline“ vom Schauspiel Köln, dem NT Gent und De Veenfabriek in der Regie von Johan Simons ist eine triste, teils unnahbare Angelegenheit. Aber das Durchhalten lohnt: Im nüchternen Blick Simons‘ liegt Hoffnung.

Angelika Richters Karoline kennt den Weg nach oben. Foto: Klaus Lefebvre

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Zahlen, bitte!

von Judith Liere

Auf los geht`s los – heute abend im Haus der Festspiele, mit „Kasimir und Karoline“, zum vierten Mal dabei, inszeniert von Johan Simons, zum dritten Mal nach Berlin eingeladen. Wer hält eigentlich den Theatertreffen-Rekord? Eine Übersicht.

Heute abend, am 7. Mai 2010, startet das 47. Theatertreffen mit der ersten von zehn eingeladenen Inszenierungen. Das Eröffnungsstück „Kasimir und Karoline“ ist zum vierten Mal dabei, sein Verfasser Ödön von Horváth war schon zehn Mal vertreten, übrigens einmal mehr als Thomas Bernhard und genauso oft wie Samuel Beckett und Christoph Marthaler (als Autor), der mit seiner Inszenierung des Stücks 1996 ebenfalls eingeladen war und damit zusätzlich zu seinen zehn Einladungen als Autor auf insgesamt 13 Aufenthalte als Regisseur kommt.

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