Artikel-Schlagworte: „Stückemarkt“

„In Deutschland wird immer so viel gemeckert“

von Alexandra Müller

Am Mittwoch Abend wurde der Stückemarkt offiziell mit einer Podiumsdiskussion eröffnet. Diskutiert wurde über „Grenzen, Zwischenräume und Chancen neuer Dramatik in Europa“. Nach einer Impulsrede der georgischen Dramatikerin und Regisseurin Nino Haratischwili sprach sie mit Roland Schimmelpfennig und Yvonne Büdenhölzer über die verschiedenen Erfahrungen mit europäischer junger Dramatik.

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Stückemarkteröffnung

von Kim Keibel

Der Stückemarkt wurde am 12. Mai eröffnet. Impressionen vom Abend. Mehr Bilderserien erwünscht? Hier entlang. Ein Video mit Ausschnitten der szenischen Lesungen haben wir auch im Angebot.

Du bist Baywatch!

von Alexandra Müller

„Das Prinzip Meese“ von Oliver Kluck gewann im vergangenen Jahr den Förderpreis des Stückemarkts. Es beschreibt eine „Generation“, die zwischen Kurzarbeit und Fernsehen, E- und U-Kultur und unter den an sie gestellten Erwartungen fast verschwindet. Gestern lief das  Stück in der Inszenierung von Antú Romero Nunes im Maxim Gorki Theater in Berlin.

In Jogginghose und T-Shirt: Szene aus "Das Prinzip Meese" in der Regie von Antú Romero Nunes. Foto: Thomas Aurin

Aus dem Vorwort zum Stück:

Jedes Verlagsprogramm ist für dieses Stück geeignet, jedes Feuilleton kann kompetent darüber schreiben (ohne es gesehen zu haben).

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Das erste Mal

von Anna Pataczek

Julian van Daal findet, es ist eine unromantische Geschichte. Weil er einfach nur vier Worte in die Suchmaske getippt hat. Was. Soll. Ich. Studieren. Und der Internettest spuckte als Ergebnis aus: Regie. Dramaturgie. Oder Theaterwissenschaft. Auf den ersten drei Plätzen. Julian van Daal studierte zu dem Zeitpunkt noch Jura. Erfolglos, wie er sagt. Theater? Ab und zu mal drin gewesen. Aber mehr auch nicht. Der junge Mann glaubt dem Internet. Er hospitiert im Schauspiel Hannover, in seiner Heimatstadt. Und plötzlich ist es um ihn geschehen. Das Theater lässt ihn nicht mehr los. In Wirklichkeit ist die Geschichte also sehr romantisch.

Ein Autor, der Regie studiert: Julian van Daal. Foto: Kim Keibel

Julian van Daal will jetzt Regisseur werden. Seit zwei Jahren studiert er am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Geschrieben hat er ab und zu, Essays oder Kurzgeschichten. Aber eigentlich nur für sich. Einmal hat er sich hingesetzt und ein Stück verfasst. Weil er einfach mal etwas fertig schreiben wollte, nicht abbrechen, bevor es zu Ende erzählt ist, wie sonst. „Alles ausschalten“ heißt es und wurde prompt zum Stückemarkt nach Berlin eingeladen. Julian van Daal ist 25 Jahre alt, ist damit der jüngste in der diesjährigen Auswahl. Peca Stefan, Ekat Cordes, Wolfram Lotz und Claudia Grehn sind drei oder vier Jahre älter als er, fast alle haben schon Preise gewonnen.

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