Artikel-Schlagworte: „Thomas Dreissigacker“

Questions About Representation

von Shane Anderson

Say what you will about „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ („Ugly, dirty, bad“), but don’t accuse Karin Beier of being naive. In her 2010 theater version of Ettore Scola’s 1976 neo-realist film about a shanty town family, Beier is fully aware that neo-realist methods are risky, if not suspect, in this day and age. In portraying the violence, adversity and sexual perversions of a very poor family, Beier seems to suggest that it is no longer possible to simply bare these terrors in an art context, that it is passé to merely represent them, to put „real life“ (whatever that may mean) on stage.

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RTL 2 präsentiert: das poetisierte Grauen

von Alexandra Müller

„Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ in der Inszenierung von Karin Beier basiert auf einer bissigen Sozialsatire der italienischen Filmemacher Ettore Scola und Ruggero Maccari: Ein Haufen amoralischer Gestalten lärmt, klaut und vergewaltigt vor dem schönen Panorama von Rom. In der Kölner Bühnenadaption sind die Schauspieler hinter Glas gesperrt und werden so zu einem Zoo bunt gekleideter Körper.

Susanne Barth steht stumm inmitten des Chaos wie eine Mater Dolorosa des White Trash. Sie ist eine Ausnahmeerscheinung in dem Haufen aus Jogginghosen und Strickjacken, den das Ensemble von Karin Beiers Kölner Inszenierung „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ bildet.

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Kein „Sozialkritiktheater“

von Alexandra Müller

In ihrer Bühnenadaption des italienischen 1970er Jahre-Films „Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen“ hält Karin Beier das Publikum auf Distanz: Die Bühne (Thomas Dreissigacker) ist durch eine schalldichte Glaswand vom Zuschauerraum getrennt. Auf der Spieler-Seite wird gedarbt, gewütet und gequält. Warum die Inszenierung die Armut einschließt, was Karin Beiers „Schmutzige“ mit Ettore Scolas Film zu tun haben und wie das Schauspiel Köln sich über solche Inszenierungen ein Ideal-Publikum heranerziehen möchte, erklärt der Dramaturg Götz Leineweber.

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