Artikel-Schlagworte: „Thomas Ostermeier“

Privat:

von Mary Scherpe


Der Regisseur Thomas Ostermeier am 22. Mai 2010 in seiner Wohnung in Berlin-Wilmersdorf.

Die Fotografin Mary Scherpe besucht für uns Berliner Theatermacher.

Wünsch dir was

von Barbara Behrendt

Eine noch ausgeruhte Redaktion: Shane Anderson, Judith Liere, Kai Krösche, Anna Pataczek, Barbara Behrendt, Alexandra Müller, Elisabeth Hamberger, Kim Keibel (v.l.). Foto: Kim Keibel

Bestimmte Räumlichkeiten verlangen einen bestimmten Verhaltenskodex. Wenn man als Blogredaktion schon im Intendantenzimmer konferiert und wenn dieses Zimmer auch noch eben solches ist, in dem sonst die Theatertreffen-Jury tagt – da passt man sich an. Und überlegt ganz selbstverständlich: Wen hätte man selbst zum Theatertreffen 2010 eingeladen? Welche Produktionen fehlen im Programm? Christoph Schlingensiefs Ready-Made-Oper „Mea Culpa“ über die existenziellen Themen Krankheit, Schuld, Leben, Sterben und Tod fand sofort Fürsprecher. Die intelligente, verstörende Auseinandersetzung junger Israelis, Palästinenser und Deutscher mit der Geschichte ihres Landes in Yael Ronens „Dritte Generation“ wäre auch bei unserem Wunsch-TT-2010 dabei gewesen. Weitere Stimmen fielen auf das Herbert-Achternbusch-Drama „Susn„, inszeniert von  Thomas Ostermeier und Antú Romero Nunes‘ radikale Identitätssuche in „Invasion„. Die ungewöhnliche, englischsprachige Performance „An Anthology of Optimism“ von Pieter de Buysser und Jacob Wren wurde ebenfalls vermisst. Von einem „Krisen-Tableau“ kann man bei unserer Top-Five-Auswahl nicht gerade sprechen, und wenn, dann nur im Zusammenhang mit einer Anthologie des Optimismus. Aber eine Gemeinsamkeit hat unsere Wunschtüte  doch mit der  Wahl der realen Jury: Fünf sind klar, aber „die fünf, die die zehn dann voll machen, hätten auch andere sein können.“ Sagt Jurorin Eva Behrendt. Bei uns finge jetzt das Feilschen an.