Artikel-Schlagworte: „Wolfram Lotz“

Stückemarkt: Die Gewinner

von Kai Kroesche

Die Gewinner des diesjährigen Stückemarkts stehen fest:

Förderpreis für neue Dramatik des tt Stückemarktes: Claudia Grehn mit ihrem Stück „Ernte“

Werkauftrag des tt Stückemarktes: Wolfram Lotz (Autor „Der große Marsch“)

Theatertext als Hörspiel: Julian van Daal mit seinem Stück „Alles ausschalten“

Publikumspreis 2010 des tt Stückemarktes: Wolfram Lotz mit seinem Stück „Der große Marsch“

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Stückemarkt, zweiter Teil

von Kai Kroesche

Am Montag sowie am Freitag wurden die letzten drei der insgesamt fünf im Rahmen des Stückemarkts in Form von einstündigen szenischen Lesungen präsentierten Theaterstücke aufgeführt. Zu sehen waren „Ewig gärt“ von Ekat Cordes, „Der große Marsch“ von Wolfram Lotz (beide am Montag) sowie „Ernte“ von Claudia Grehn (am Freitag), an die im Anschluss die Verleihung der Förderpreise folgte (Extra-Beitrag erscheint in Kürze). Wir waren dabei und sprachen mit den Beteiligten.

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Musik: CaBoume „Fly Swatter“; Philipp Köster

Stückemarkt – Episode2

von Kim Keibel

Der Stückemarkt begleitet uns in Episoden: Am Montag diskutierten einige Autoren über politisches Theater, dann wurden Ekat Cordes‚ „Alles gärt“ und Wolfram Lotz‘ „Der große Marsch“ in szenischen Lesungen präsentiert. Kim Keibel hat den Abend fotografiert. Weitere Bildergalerien hier.

Fürs Theater schreiben oder Händewaschen?

von Anna Pataczek

Es ist großartig, wie viel für und mit Nachwuchstheatermachern im Programm rund um das Theatertreffen stattfindet. Wie ihnen Bühnen geschaffen werden. Vor der zweiten Stückemarkt-Lesung unterhielten sich am Montagabend die Autoren Wolfram Lotz, Claudia Grehn und Ekat Cordes in der Bornemann-Bar – und fragten sich unter anderem, wie das Theater politisch sein kann. Ihre Antworten zum Nachhören.

Optimistic Young Authors

von Shane Anderson

Conflicts and crises are better partitions than cubicle walls. Crises separate the wheat from the chaff, the optimists from the pessimists. While the pessimist may fall into existential angst and question whether or how one should continue, the optimist keeps hoping that things aren’t all that bad and that they will get better.

Young stage writers in Germany have been faced with a theater specific crisis: the Heidelberger Stückemarkt held back its prize this year, and last year Vienna’s Burgtheater cancelled its workshop for young dramatists. In other words, the current dramatic output has been categorically put into doubt. The question „what’s to be done?“ would seem to naturally arise in face of this conflict. Are these events reason to worry for the general state of theater? Or do they serve as motivation for young authors to flex their dramatic muscles? This year at Theatertreffen, things look rather optimistic. The jury has not only selected a group of (relatively) young writers, but these writers themselves are (mostly) hopeful. I asked them about critical optimism, their hopes for the Stückemarkt and the types of questions theater can answer that, perhaps, other forms of art are unable to.

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Das erste Mal

von Anna Pataczek

Julian van Daal findet, es ist eine unromantische Geschichte. Weil er einfach nur vier Worte in die Suchmaske getippt hat. Was. Soll. Ich. Studieren. Und der Internettest spuckte als Ergebnis aus: Regie. Dramaturgie. Oder Theaterwissenschaft. Auf den ersten drei Plätzen. Julian van Daal studierte zu dem Zeitpunkt noch Jura. Erfolglos, wie er sagt. Theater? Ab und zu mal drin gewesen. Aber mehr auch nicht. Der junge Mann glaubt dem Internet. Er hospitiert im Schauspiel Hannover, in seiner Heimatstadt. Und plötzlich ist es um ihn geschehen. Das Theater lässt ihn nicht mehr los. In Wirklichkeit ist die Geschichte also sehr romantisch.

Ein Autor, der Regie studiert: Julian van Daal. Foto: Kim Keibel

Julian van Daal will jetzt Regisseur werden. Seit zwei Jahren studiert er am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Geschrieben hat er ab und zu, Essays oder Kurzgeschichten. Aber eigentlich nur für sich. Einmal hat er sich hingesetzt und ein Stück verfasst. Weil er einfach mal etwas fertig schreiben wollte, nicht abbrechen, bevor es zu Ende erzählt ist, wie sonst. „Alles ausschalten“ heißt es und wurde prompt zum Stückemarkt nach Berlin eingeladen. Julian van Daal ist 25 Jahre alt, ist damit der jüngste in der diesjährigen Auswahl. Peca Stefan, Ekat Cordes, Wolfram Lotz und Claudia Grehn sind drei oder vier Jahre älter als er, fast alle haben schon Preise gewonnen.

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Das unmögliche Theater

von Wolfram Lotz

stellt sich nicht zuerst die Frage: Wie soll das auf der Bühne möglich sein?, sondern wird zuerst und unbedingt die Forderung erheben, das Unmögliche mit dem Möglichen, also der Realität, zusammenzudenken, selbst wenn beides nicht zusammenpasst. Das ist der eigentliche Konflikt, würde ich sagen, nach dem ja immer gesucht wird.

Sprengkraft erwünscht: Wolfram Lotz und Hannes Becker, zwei zum Stückemarkt des Theatertreffens eingeladene Autoren, haben einen Theaterentwurf verfasst, in welchem sie sich selbst und andere zitieren. Auch dieses Foto ist ein Teil des Collage-Katalogs. Wir sagen: eine Diskussion ist möglich! Lesen Sie unsere Kommentare.

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