31. März 2011 - 12:27 Uhr

Inklusivität

Als eine in Berlin wohnende amerikanische Theatermacherin und Wissenschaftlerin finde ich es wunderschön, wenn ich aktuelle Debatten und Ereignisse der amerikanischen Theaterwelt verfolgen kann, obwohl ich 6.000 Kilometer oder mehr entfernt bin. Durch Blogs wie „HowlRound“ und „YoungBlog“, Twitter Hashtags wie „#2amt“ und Livestreams von Veranstaltungen wie des „Newplay Convening“ in Washington D.C. wird es immer einfacher, beide Welten kreativ zu verbinden. Solche Projekte möchte ich als Bloggerin unterstützen und verbessern, weil wir dadurch einen inklusiven Diskurs – zwischen Regisseuren und Wissenschaftlern, Zuschauern und Künstlern, Berlin und New York City, Deutschland und dem Rest der Welt – ermöglichen können.

Einer der größten Vorteile von Blogs ist ihre Aktualität. Deswegen sehe ich das Bloggen eher als die lebendige Aufzeichnung eines Vorgangs oder einer Reaktion statt einer festen Antwort oder unveränderlichen Vorstellung an. Ich habe während verschiedener Theaterprojekte gebloggt. Zum einen, um mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu kommunizieren und zu debattieren, zum anderen, um unser Publikum und die Gemeinschaft dazu einzuladen, Einblicke in die theatralischen Arbeitsverfahren zu gewinnen. Dabei erstellen wir automatisch und organisch ein Dokument, welches unseren Prozess und die Entwicklungen aufzeichnet, bis das Projekt beendet ist. Beim Bloggen versuche ich, eher Wahrnehmungen als Behauptungen, Fragen als Antworten mitzuteilen. So zu tun, als ob ich Teil eines größeren Blogger-Diskurses wäre.