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„Ich krieg ja auch Gage!“

In „Testament: Verspätete Vorbereitungen zum Generationswechsel nach Lear“ des Performance-Kollektivs She She Pop sind auch die Väter der Gruppe beteiligt. Peter Halmburger, der Vater von She She Pop-Mitglied Fanny, erzählt von seinem neuen Leben als Schauspieler.

Peter Halmburger, einer der She She Pop-Väter. Foto: Leopold Lippert

Wie gehen Sie mit der Öffentlichkeit um, die der Erfolg von „Testament“ mit sich gebracht hat? Haben Sie bewusst überlegt, wie viel Sie von sich preisgeben wollen?

Für mich ist das Thema Privatsphäre kein so großes Problem. Es ist ja ohnehin klar, dass nicht alles, was im Stück vorkommt, eins zu eins der Wirklichkeit entspricht. Da werden zum Glück eher allgemeine Fragen verhandelt, die dann ein Auslöser für Diskussionen sein sollen. Daher kann ich ganz entspannt damit umgehen. Meiner Erfahrung nach ist es ja so, dass gerade die Leute, die immer auf ihre Privatsphäre pochen, sich eher gegenteilig verhalten.

Wie ist es denn zu Ihrer Beteiligung an dem Stück gekommen? Musste man Sie lange überreden?

She She Pop hatten von Kritikern immer den Vorwurf bekommen, dass sie keine „klassischen“ Theaterstücke spielen. Als Gegenreaktion haben sie dann über „King Lear“ nachgedacht und sind ziemlich bald auf die Idee gekommen, den Text aufzubessern und ihre eigenen Väter einzubauen. (mehr …)