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Konradin Kunze auf Skype

Stefan Konarske as young journalist and Seyneb Saleh as the daughter of the hotel porter in Konradin Kunze's "foreign angst". Foto: Piero Chiussi

In foreign angst, Stückemarkt playwright Konradin Kunze sets a German sort-of journalist in a sort-of Arabic country, war-torn and rundown and, simply put, not the way Kunze’s protagonist imagined it. The play explores the German „Angst“ (fear) of what’s strange to us, but Kunze says you can pronounce the title any way you like – although an English „foreign“ and German „Angst“ fits the piece’s multilingual leanings. After the reading of his play I talked with Kunze via Skype, that faithful friend that so often accompanies us when we travel far from home.

Warning: German ahead!

Konradin Kunze Interview from theatertreffen-blog on Vimeo.

Below are some tidbits about Kunze and his work that didn’t fit into our Skype interview. (mehr …)


Raum-Zeit-Kontinuum

von

Der tt Gang mit still stehender Bahnhofsuhr.

Die Zeit steht still. Hier, im 3. Stock im Haus der Berliner Festspiele, ist es gerade immer Viertelvorzwölf. Hier befinden sich die meisten Büros der Mitarbeiter des Theatertreffens, rechter Hand geht es beispielsweise hinein zu Iris Laufenberg. Der Flur, der am Montag noch voller Kisten stand, ist nun wieder wie leergefegt, alle Ordner, Tassen, Wimpel sind ausgepackt. Über die internen Mailinglisten laufen Suchanzeigen für vermisste Gegenstände wie Regal-Stabilisierungskreuze oder quadratische Spiegel. Vielleicht sollte ich einen Aufruf für eine neue Batterie der Flur-Uhr starten? Immer, wenn ich den Gang entlang laufe, fällt mein Blick auf ihr Ziffernblatt, und mein Tagesplan bekommt eine kleine Erschütterung: „Wie, schon so spät – oder früh?“ Ich bin verunsichert, durch meinen Kopf rattern To-Do-Listen.

Ich versuche daher lieber, die eingefrorenen Zeiger als Symbol zu verstehen, dafür, dass bald, beim Festival im Mai, Zeit und Raum relativ werden. Egal ob Donnerstag oder Sonntag, jeder Tag ist dann Festivaltag, die innere Uhr läuft mit Festivalstrom und das fühlt sich so an, wie „ungefähr heute“ (Zitat aus „foreign angst„, Konradin Kunze, eingeladen zum Stückemarkt 2011). Genauer brauchen wir es ja nicht, oder? Und zumindest beruhigt es mich, dass die Uhrzeit zweimal am Tag stimmt…