Artikel-Schlagworte: „Schnellkritik“


Seitenrang links: Death of a Salesman

After every premiere, we ask one audience member four questions about their experience during the show. Tonight’s interviewee was Tomoya Kiriyama, from Japan, who has been living in Berlin since October.

What did you find remarkable about this production?
The atmosphere and the set design.

Why did you want to see this particular production?
It’s a very famous American play, and I was interested to see a German production of an American play.

How did you get your ticket for this evening?
I bought it at the box office.

To where would you like to travel?
Well, I’m already in Berlin, so – I can’t think of anywhere.


Seitenrang links: Die Beteiligten

After every premiere, we ask one audience member four questions about their experience during the show.

Die Beteiligten: Seitenrang links from theatertreffen-blog on Vimeo.


Seitenrang links: Testament

After every premiere, we ask one audience member four questions about their experience during the show. For Testament, the 2011 Theatertreffen’s first production to use video prominently, our „fast critique“ is a short movie.

Seitenrang Links: Testament (She She Pop) from theatertreffen-blog on Vimeo.


Seitenrang links

An der „Kirschgarten“-Premiere gab’s beim Schlussapplaus zuerst ein paar fast unbemerkte Buhs aus den vorderen Reihen, die dann aber schnell von den Bravos aus den Rängen übertönt wurden. Im Seitenrang links saß auch der 28-jährige Alexander, der uns die Fragen für unsere heutige Schnellkritik beantwortete.

Was fandest du an der Inszenierung bemerkenswert?

Den Sog, den die Inszenierung entwickelt, diese Energie, die sie freisetzt. Allerdings bin ich nicht damit einverstanden, wie klischiert Karin Henkel das Landleben zeichnet. Sie macht aus den Figuren typische Bauern. Daraus spricht ein Verständnis von Hochkultur, das mir auf die Nerven geht.

Wie hast du deine Karte gekriegt?

Ich habe sie von einem Freund geschenkt bekommen.

Warum wolltest du gerade diese Inszenierung sehen?

Eigentlich wollte ich sie ja gar nicht unbedingt sehen! Aber ich mag den „Kirschgarten“ sehr, und ich habe noch keine Inszenierung vom Schauspiel Köln und auch noch nie etwas von Karin Henkel gesehen, darum bin ich gekommen.

Was würdest du in deinem Garten pflanzen?

Oregano.


Seitenrang links

In unserer Schnellkritik stellen wir zu jeder Premiere vier Fragen an Zuschauer, die im Seitenrang links saßen, auf nicht so guten Plätzen. „Der Biberpelz“ fand allerdings auf der kleinen Seitenbühne statt, wo es keine Seitenränge gibt. Die 35-jährige Maike saß in Reihe 8, Platz 20. Die Lang-Kritiken gibt es morgen, auf Deutsch und Englisch.

1. Was fanden Sie an der Inszenierung bemerkenswert?

(Ringt nach Luft.) Ich fand es anarchisch. Ja, anarchisch ist wohl das richtige Wort. (Wir werden von dem Endlosshanty unterbrochen, den das Ensemble stampfend durch den Zuschauerraum dahingrölt). Und komisch natürlich.

2. Wie haben Sie Ihre Karte gekriegt?

Ich habe sie geschenkt bekommen. Kein großer Aufwand.

3. Warum wollten Sie gerade diese Inszenierung sehen?

Weil mich die Arbeiten von Herbert Fritsch interessieren. (Diese Arbeit macht sich im Hintergrund bemerkbar. Das Shanty ist noch immer nicht zu Ende und das Akkordeon ist markerschütternd laut.). Ich habe schon einige Inszenierungen von ihm gesehen.

4. Würden Sie denn selbst Pelz tragen?

Auf jeden Fall!


Seitenrang links

In unserer Schnellkritik stellen wir ab jetzt zu jeder Premiere vier Fragen an Zuschauer, die im Seitenrang links saßen, auf den nicht so guten Plätzen. Die 32-jährige Katja über „Das Werk/Im Bus/Ein Sturz“:

1. Was fanden Sie an der Inszenierung bemerkenswert?

Die Fülle an Text, die die Schauspieler gemeistert haben. Dass man mit so leichtem Schuhwerk so lange im Wasser planschen kann. Und die tolle Kombination aus Requisite und Text.

2. Wie haben Sie die Karte gekriegt?

Ich habe mich am 9. April, dem Eröffnungstag des Ticketverkaufs, zweieinhalb Stunden in die Schlange gestellt. Um 10 Uhr ging es los, um 12.30 Uhr habe ich das Tickethäuschen erreicht. Es war ein strahlend blauer Samstag, vor mir standen 150 Leute, und ich habe meine Yoga-Stunde verpasst, was sehr blöd war, weil ich Yoga-Lehrerin werden möchte.

3. Warum wollten Sie gerade diese Inszenierung sehen?

Weil ich Jelinek noch nicht auf der Bühne gesehen habe, sonst sehe ich mir oft Klassiker an. Bei dieser Inszenierung hat mich der Umgang mit Katastrophen gereizt. Der Umgang damit, dass Stabilität verloren geht. Insofern hätte auch der Verlust eines Arbeitsplatzes oder eines geliebten Menschen thematisiert werden können.

4. Fahren Sie mit dem Bus nach Hause?

Nein, mit dem Fahrrad.