Wollen wir aus der Postdramatik wirklich wieder raus?

Zu den Leiden des jungen Kritikers zählt es ja, neben viel zu wenig Schlaf, im ständigen Jagdmodus verharren zu müssen. Auf der Pirsch nach der besten Überschrift, dem lustigsten Zitat, dem knackigsten Dialogfetzen und dem kontroversesten Inhalt. Oh weh, schaudert es einem, während man in der Aufführung sitzt und an Klickzahlen und Lektoratsansprüche denkt. Was… Wollen wir aus der Postdramatik wirklich wieder raus? weiterlesen

Dunkel ist der Weltraum, Genossen, sehr dunkel.

Gelesen – wieder gelesen. Eine literarische Miniatur. Teil 2: Heiner Müller „Es gab keinen Feind mehr. Wenn das Reich des Bösen weg ist, ist der Teufel plötzlich überall. Die Barbaren sind etwas Diffuses, Jugoslawien, Armenien, Georgien, überall gibt es diese kleinen Barbarenstämme. Es gibt das Problem, wie hält man die davon ab, in die Wohnstube… Dunkel ist der Weltraum, Genossen, sehr dunkel. weiterlesen

„Borkman“ zum Nachspielen

Die Redaktion vom Theatertreffen-Blog hat sich eine der zehn bemerkenswerten Inszenierungen ausgewählt, um mit dieser eine spezielle Form der Besprechung zu versuchen. 3,2,1: Es ist „John Gabriel Borkman”. Wir haben geschrieben und kalkuliert und gecoded. Jetzt ist sie da, unsere Twine Kritik. Das Ganze funktioniert wie ein Spiel. Also einfach auf diesen Link klicken. Let´s play!   John… „Borkman“ zum Nachspielen weiterlesen

Ein Weilchen, was für ein schwaches Versprechen.

Gelesen – wieder gelesen. Eine literarische Miniatur. Teil 1: Rainer Werner Fassbinder Frisch wie Tau Ein Weilchen wart in Liebe Trost Die Lippen warn so zart, ich hab sie gern liebkost Ich trank die Küsse, trank Der Hoffnung Ewigkeit Und bin des Hasses blank So kurz der Liebe Zeit Die Zeit die wandert rinnt erst… Ein Weilchen, was für ein schwaches Versprechen. weiterlesen

Was zur Hölle, Publikum!

Édouard Manet. Music in the Tuileries. Oil on canvas, 1862. National Gallery, London [Source: Wikipedia

Was zur Hölle, Publikum! „die unverheiratete“ von Ewald Palmetshofer titelt der Spielplan. Was gezeigt wurde, ist die eine, was im Anschluss an die Inszenierung diskutiert wurde, die andere bemerkenswerte Form an diesem Abend. Es ist gang und gäbe, dass im Anschluss an die Inszenierung die Beteiligten der Produktion Rede und Antwort stehen. Der Foyer-Gedanke ist… Was zur Hölle, Publikum! weiterlesen

RE: Carvalho – Anmerkungen und Fragen des Blogorchesters

Am Sonntag veröffentlichten wir an dieser Stelle einen Protest-Zwischenruf von Wagner Carvalho, der seitdem für einiges Aufsehen gesorgt hat. Auch bei uns im Blogorchester wird heiß diskutiert und die Meinungen gehen auseinander. Wir haben deshalb einige Statements, aber auch Fragen der Blogger*innen an Wagner Carvalho gesammelt und hier zusammengestellt. Oliver Franke: „Lieber Herr Carvalho, Sie… RE: Carvalho – Anmerkungen und Fragen des Blogorchesters weiterlesen

Jetztzeit-Debakel

Schauspielkunst oder Jetztzeit-Forschung? Wie sieht die Schauspielausbildung der Zukunft aus? Am zweiten Tag der „Theater und Netz“-Konferenz in der Heinrich-Böll-Stiftung soll es um die Zukunft der Schauspielkunst gehen. Teilnehmer sind Jens Hillje (Ko-Intendant Gorki Theater Berlin), Annemarie Matzke (Dozentin an der Universität Hildesheim, She She Pop) und Anja Klöck (Hochschule für Musik und Theater Leipzig). Die… Jetztzeit-Debakel weiterlesen

Wie reflektiert bist du? Ein Fragebogen.

Am 2. Mai, keinen Tag zu früh, setzt das Theatertreffen 2015 mit dem Themenkomplex Flucht, Asylpolitik, Heimat und Fremde seinen ersten inhaltlichen Schwerpunkt. In allen Debatten und Diskussionen kristallisiert sich schnell heraus: Es reicht nicht mehr, sich auf die eigene Unzulänglichkeit zu berufen. Kunst kann nicht nur Fragen stellen, Kunst kann: __________ Die Frage nach… Wie reflektiert bist du? Ein Fragebogen. weiterlesen

Neue Nachrichten aus dem All

Keine Pressefotografien. Und alle ungeschminkt. So war der Abend für uns. Eindrücke von der Eröffnung des Theatertreffens. Eröffnet wurde mit der Inszenierung „Die Schutzbefohlenen“ von Elfriede Jelinek in der Regie von Nicolas Stemann.   Die Ruhe vor dem Sturm   Hoffnungsloses Warten auf die Muse der Dichtkunst   #nofilter   Wenn sie keinen Kuchen wollen, gebt… Neue Nachrichten aus dem All weiterlesen

Über Zielgruppentheater

AA. Das Theater ist der Zustand, der Ort, die Stelle, wo die menschliche Anatomie begriffen und durch diese das Leben geheilt und registriert werden kann. BB. Ja? Mir ist jetzt, wie nach einer langen Nacht mit Kokain   Friedrich Schillers Essay „Die Schaubühne als moralische Anstalt“ lieferte Vorlage für die einen – Kampfansage für die… Über Zielgruppentheater weiterlesen