Der einsame Kritiker und die 11. Inszenierung

Der Theaterkritiker Andreas Wilink ist seit drei Jahren Juror beim Theatertreffen. In diesem Jahr übt er das Amt zum letzten Mal aus. Im Gespräch mit unserer Bloggerin erzählt er über das einsame Dasein des Theaterkritikers, persönliche Favoriten, aktuelle Theatertrends und die Suche nach der Avantgarde. Weiterlesen

„Ich danke dem Geist dieses Hauses!“

Nach frenetischem Applaus und Standing Ovations für „der die mann“ fand der Regisseur Herbert Fritsch auf der Premierenfeier rührende Worte für die Belegschaft der Berliner Volksbühne und rühmte den Geist des Hauses am Rosa-Luxemburg-Platz. Es klang beinahe wie eine Abschiedsrede. Wir haben sie mitgeschnitten. Weiterlesen

Poetisches Horroropus

„Ich möchte anders rausgehen, als ich reingegangen bin.“ Diesen fundamentalen Anspruch an gutes Theater stellte Michael Thalheimer noch am Samstag bei der Diskussion zum „Focus Arrival Cities“. Als unsere Kritikerin nach der Premiere von „Tyrannis“ die Seitenbühne verlässt, klingt das Vogelgezwitscher im Festspielgarten trügerisch, die Maisonne scheint zu grell, die Frühlingskulisse wirkt faul. „Tyrannis“ hat etwas verändert. Weiterlesen

Fesselnde Wirklichkeit

Foyer Haus der Berliner Festspiele © Judith Buss

In der neuen, noch nach Druckerschwärze riechenden Ausgabe von Theater heute (Nr. 5 / Mai 2016) berichtet Theatertreffen-Jurymitglied Bernd Noack von den Schwierigkeiten auf dem Weg zur diesjährigen Theatertreffen-Auswahl. Ausführlich schildert der Kritiker uns allen noch gegenwärtige Bilder von gestrandeten Flüchtlingen auf Bahnhöfen im Herbst 2015 und die Auswirkungen der Terroranschläge von Paris im November 2015 auf die Rezeptoren der Kritiker*innen wie Till Briegleb, der am 14.11. angeblich „keine Antennen“ für Frank Castorfs Inszenierung „Die Brüder Karamasow“ an der Berliner Volksbühne hatte. Hat Paris also Frank Castorf eine Theatertreffen-Einladung versaut? Weiterlesen