Eva Marburg
Autor*in

Freie Dramaturgin, Autorin und Journalistin, Berlin. Studierte Theater- und Literaturwissenschaft in Berlin und New York und arbeitet neben ihrer dramaturgischen Tätigkeit als freischaffende Dozentin für Kulturgeschichte. Gegenwärtig studiert sie zudem Kulturjournalismus (MA) an der Universität der Künste Berlin.

Alle Artikel von Eva Marburg

Du bist ein Symptom der Krise

Jawohl, die Welt ist schlecht. Aber sollten das nicht inzwischen alle kapiert haben? Unsere Autorin erlebte bei Ersan Mondtags „Die Vernichtung“ eine bedenklich schlichte Degenerationserzählung.

Es gibt Theaterabende, die sind so dürftig, dass man es gar nicht glauben kann. „Die Vernichtung“, ist einer davon. Dabei fängt alles sehr nett an. Weiterlesen

„Warum willst du Theater spielen?“

In „Five Easy Pieces“ muss Peter Seynaeve den „bösen Mann“ spielen. In Wirklichkeit ist er jedoch einer der charmantesten Menschen, denen sie je begegnet ist, behauptet unsere Autorin. Ein Gespräch auf der Hinterbühne. Mit lärmenden Kindern in der Künstlergarderobe.

TT-BLOG: Ich bin noch dermaßen aufgewühlt, dass ich gar nicht weiß, wie ich jetzt mit Ihnen ein Interview führen soll. Weiterlesen

Lichtausfall am NGO-Pool

Der Kolonialismus ist nicht verschwunden, er hat bloß ein freundlicheres Gesicht. Das zeigt Rainer Merkel mit „Lauf und bring uns dein nacktes Leben“ am Stückemarkt.

Die gute Nachricht: Es gibt sie noch, die echt dramatischen Stücke. Keine Aneinanderreihung von narrativen Endlosmonologen, sondern schlagfertige, witzige Szenen mit drei, vier und mehr Beteiligten. O Wunder! Weiterlesen

Wenn Frauen bluten

Inzest auf der Autobahntoilette. Man kann Nachmittage angenehmer verbringen als mit einer Lesung von Tanja Šljivars „We Are the Ones…“. Aber auch besser? 

Die Stücke vom Stückemarkt sind ziemlich hoch aufgehängt, was das Politische betrifft. Sie sind sehr wichtig für den Erhalt der Demokratie. So oder so ähnlich hieß es auf der Stückemarkt-Eröffnung am Donnerstag. Weiterlesen

Die Krise der Kritik

Was kann eine gut gesetzte Theaterkritik wirken? Darüber diskutierten am Dienstag zwei Berufskritiker mit zwei Regisseuren. Eine kuriose Veranstaltung.

Beim Theatertreffen hat eine Diskussion mit dem Titel „Ein durch und durch jämmerliches Stück“ stattgefunden. Sie bezog sich damit auf ein Zitat aus einer gewissen Kritik, die eine gewisse Kritikerin in einer gewissen überregionalen Wochenzeitung veröffentlichte. Weiterlesen

Die Erinnerungsarbeit einer Lesung

Die szenische „Schimmelreiter“-Lesung am Dienstag bot auch Anlass, über die Grenzen des Theaters nachzudenken. Unsere Autorin sprach mit dem Ensemble.

TT-Blog: Was ist das denn für ein spielerischer Vorgang, wenn man schon eine ganze Inszenierung erarbeitet hat und dann sozusagen zu einer Lesung zurückkehrt? Wie lässt sich das beschreiben, was ist da der Unterschied? Weiterlesen

Eine Sonate als Theaterstück?

Zum Ausklang der szenischen Lesung des „Schimmelreiters“ spielte der Pianist Igor Levit Beethovens letzte Klaviersonate Nr. 32 in C-Moll, Opus 111. Wie es dazu kam? Wir haben nachgefragt.

TT-Blog: Igor Levit, das war jetzt eben eine sehr experimentelle Anordnung! Erst die Lesung und dann dieses irrwitzige Klavierspiel, das noch einmal eine vollkommen andere Ebene hineingebracht hat. Wie kam es überhaupt zu dieser Konstellation? Weiterlesen