„We need the European theatres to support us!“

Das Internationale Forum ist ein zweiwöchiges  Programm für professionelle Theatermacher*innen bis 35 Jahre, die künstlerisch im Bereich Schauspiel arbeiten. Die Plattform beinhaltet den Besuch der Inszenierungen, Workshops mit zum Festival eingeladenen Theaterschaffenden und ein Rahmenprogramm. 2017 waren 38 Künstler*innen aus 23 Ländern zum Internationalen Forum eingeladen. Eine von ihnen ist Heves Duygu Tüzün. 2010 gründete sie mit anderen Künstler*innen das Theater ikincikat in Istanbul, in dem sie seitdem als Schauspielerin und Programmdirektorin tätig ist.

TT-Blog: Sometimes we see a group of you Forum participants passing by, in discussion, and then we wonder: What are they actually doing all day long? Weiterlesen

Ans Theater glauben

Milo Raus „Five Easy Pieces“ hat unserem Autor den Glauben ans Theater zurückgegeben. Zum Theatertreffen-Abschluss entwirft er eine Abrechnung mit der Dekadenz, dem Zynismus und der falschen Wiederholung, die eine gefährliche Leerstelle hinterlassen.

Seitdem ich Milo Raus „Five Easy Pieces“ gesehen habe, glaube ich wieder ans Theater. Aus der Aufführung komme ich mit heller Klarheit und großer Ruhe. Das ist dann wohl diese Katharsis. Dabei hatte ich heftige Diskussionen erwartet, wütendes Türeknallen und heftige Debatten, klang die Stückbeschreibung doch skandalös: Kinderschauspieler*innen spielen die Verbrechen des Kindermörders Marc Dutroux nach. Weiterlesen

First World Problems

Our author looks back at the opening weekend’s productions – and discovers two bold, but utterly different artistic positions about the state of things.

First world problems: addicted to Netflix, trying to meet a refugee while writing a dissertation about refugees, low-key gambling addiction. But. The disintegration of American democracy, the free press, the EU: these, too, are first world problems. Capitalism is a first world problem. Weiterlesen

Glossar der Gleichzeitigkeiten

Die Borderline Prozession. Theaterkritik von Katharina Alsen

Für das multimediale Dauergewitter der Dortmunder „Borderline Prozession“ wurde eine eigene Spielstätte errichtet. Berechtigter Aufwand für ein neues Totaltheater?

Ein erstes Briefing findet noch vor dem Eintritt in die lichtscheue Szene statt: „Liebes Publikum!“, so die verheißungsvolle Anrede auf den Monitoren am Eingang, „es gibt nichts zu verstehen, aber viel zu erleben!“. Aha, ein gebrochenes Credo neoliberaler Erlebnisindustrien. Das sitzt. Weiterlesen