Schlagwort: Drei Schwestern

Ans Theater glauben

Milo Raus „Five Easy Pieces“ hat unserem Autor den Glauben ans Theater zurückgegeben. Zum Theatertreffen-Abschluss entwirft er eine Abrechnung mit der Dekadenz, dem Zynismus und der falschen Wiederholung, die eine gefährliche Leerstelle hinterlassen.

Seitdem ich Milo Raus „Five Easy Pieces“ gesehen habe, glaube ich wieder ans Theater. Aus der Aufführung komme ich mit heller Klarheit und großer Ruhe. Das ist dann wohl diese Katharsis. Dabei hatte ich heftige Diskussionen erwartet, wütendes Türeknallen und heftige Debatten, klang die Stückbeschreibung doch skandalös: Kinderschauspieler*innen spielen die Verbrechen des Kindermörders Marc Dutroux nach. Weiterlesen

Steinwurf im Glashaus

Premierenfrei beim Theatertreffen. Zeit also, noch ein letztes Mal über die Eröffnungsinszenierung aus Basel zu streiten. Ein Gastbeitrag mit Extra-Schmäh.

Berlin ist nicht Moskau. Sowieso nicht, aber unter den Bedingungen von Simon Stones „Drei Schwestern“-Neuschreibung noch viel weniger nicht. „Nach Moskau!“, sagt Irina bei Tschechow und verspricht sich dort ein besseres Leben. Weiterlesen

First World Problems

Our author looks back at the opening weekend’s productions – and discovers two bold, but utterly different artistic positions about the state of things.

First world problems: addicted to Netflix, trying to meet a refugee while writing a dissertation about refugees, low-key gambling addiction. But. The disintegration of American democracy, the free press, the EU: these, too, are first world problems. Capitalism is a first world problem. Weiterlesen

Herz aus Glas

Der Eröffnungsabend mit den Baseler „Drei Schwestern“ versetzt Tschechows Klassiker in ein Schöner-Wohnen-Chalet. Gelingt die radikale Überschreibung?

In den „Drei Schwestern“ von Tschechow, diesem Stück, das permanent in die Zukunft zeigt, heißt es einmal: „ Wir müssen bloß arbeiten und arbeiten, das Glück aber, das wird unseren fernen Enkeln zuteil. Nicht meinen, aber wenigstens den Enkeln meiner Enkel.“ Weiterlesen