Ans Theater glauben

Milo Raus „Five Easy Pieces“ hat unserem Autor den Glauben ans Theater zurückgegeben. Zum Theatertreffen-Abschluss entwirft er eine Abrechnung mit der Dekadenz, dem Zynismus und der falschen Wiederholung, die eine gefährliche Leerstelle hinterlassen.

Seitdem ich Milo Raus „Five Easy Pieces“ gesehen habe, glaube ich wieder ans Theater. Aus der Aufführung komme ich mit heller Klarheit und großer Ruhe. Das ist dann wohl diese Katharsis. Dabei hatte ich heftige Diskussionen erwartet, wütendes Türeknallen und heftige Debatten, klang die Stückbeschreibung doch skandalös: Kinderschauspieler*innen spielen die Verbrechen des Kindermörders Marc Dutroux nach. Weiterlesen

„Warum willst du Theater spielen?“

In „Five Easy Pieces“ muss Peter Seynaeve den „bösen Mann“ spielen. In Wirklichkeit ist er jedoch einer der charmantesten Menschen, denen sie je begegnet ist, behauptet unsere Autorin. Ein Gespräch auf der Hinterbühne. Mit lärmenden Kindern in der Künstlergarderobe.

TT-BLOG: Ich bin noch dermaßen aufgewühlt, dass ich gar nicht weiß, wie ich jetzt mit Ihnen ein Interview führen soll. Weiterlesen

Kindermund tut Schrecken kund

Milo Raus „Five Easy Pieces“ versucht das Unmögliche: Die Morde des Belgiers Marc Dutroux auf die Bühne zu bringen. Mit Kinderdarstellern. Ein großer Abend.

Versuchsanordnungen bevölkern wie kleine Inseln die Bühne: Hier soll Theater gespielt werden! Eine kleine Wohnzimmer-, eine kleine Arbeitszimmer-Kulisse. In der Mitte fünf aufgereihte Stühle. „Das erste Kind, bitte!“, tönt eine strenge Stimme auf Flämisch. Weiterlesen