Schlagwort: Institutionskritik

Die Krise der Kritik

Was kann eine gut gesetzte Theaterkritik wirken? Darüber diskutierten am Dienstag zwei Berufskritiker mit zwei Regisseuren. Eine kuriose Veranstaltung.

Beim Theatertreffen hat eine Diskussion mit dem Titel „Ein durch und durch jämmerliches Stück“ stattgefunden. Sie bezog sich damit auf ein Zitat aus einer gewissen Kritik, die eine gewisse Kritikerin in einer gewissen überregionalen Wochenzeitung veröffentlichte. Weiterlesen

Yeah, let‘s intervene!

Von Katharina Alsen. Künstlerische Interventionen beim Theatertreffen

Unsere Autorin hat durchs Programmheft geblättert und stellt fest: Intervention ist das neue Schwarz. Über Protest nach Plan in Zeiten von Purgatory Partys.

KRITIK, KRITIK, selbstreferentielle KRITIK! Wohin das Auge reicht, stößt man beim Entfalten des Spielplan-Leporellos in diesem Jahr unweigerlich auf eine künstlerische Intervention nach der anderen. Es wuchert dort, doch formvollendet: Wie hartnäckige Insekten, die sich der Organismus Theatertreffen freiwillig ins Fell gestreichelt hat, sitzen die kritischen Einmischungen dem Programm zwischen Keynotes, Workshops und dem terminologisch tiefstapelnden Format des „Gesprächs“ im Nacken. Weiterlesen

Welt? Burg? Dorf?

Unser Autor denkt aus Wiener Perspektive über das Theatertreffen nach – und trägt sich selbst drei Leitfragen für den Weg durchs Festival auf.

Karl Kraus soll einmal mal gesagt haben: „Wenn die Welt untergeht, dann gehe ich nach Wien. Da passiert alles zwanzig Jahre später.“ Wenn es stimmt, dass hier sogar der Weltuntergang Verspätung hat, gilt das erst recht fürs Wiener Theater. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass das Theater hier mit angezogener Handbremse fährt. Weiterlesen