Schlagwort: Loop

Ans Theater glauben

Milo Raus „Five Easy Pieces“ hat unserem Autor den Glauben ans Theater zurückgegeben. Zum Theatertreffen-Abschluss entwirft er eine Abrechnung mit der Dekadenz, dem Zynismus und der falschen Wiederholung, die eine gefährliche Leerstelle hinterlassen.

Seitdem ich Milo Raus „Five Easy Pieces“ gesehen habe, glaube ich wieder ans Theater. Aus der Aufführung komme ich mit heller Klarheit und großer Ruhe. Das ist dann wohl diese Katharsis. Dabei hatte ich heftige Diskussionen erwartet, wütendes Türeknallen und heftige Debatten, klang die Stückbeschreibung doch skandalös: Kinderschauspieler*innen spielen die Verbrechen des Kindermörders Marc Dutroux nach. Weiterlesen

Mit Adorno im Dschungelcamp

Forced Entertainment entwerfen bei ihrer ersten Theatertreffen-Einladung einen Quizshow-Loop mit Beifang aus der Hochkultur. Anläufe einer Deutung.

  1. Electricity: „Real Magic“ ist ein Fest schauspielerischer Virtuosität.

Forced Entertainment hat den Schauspieler*innen Jerry Killick, Richard Lowdon und Claire Marshall einen bestechend einfachen Loop gebaut, in dem sie ihre ganze schauspielerische Vielfältigkeit befreit ausspielen. Weiterlesen

Glossar der Gleichzeitigkeiten

Die Borderline Prozession. Theaterkritik von Katharina Alsen

Für das multimediale Dauergewitter der Dortmunder „Borderline Prozession“ wurde eine eigene Spielstätte errichtet. Berechtigter Aufwand für ein neues Totaltheater?

Ein erstes Briefing findet noch vor dem Eintritt in die lichtscheue Szene statt: „Liebes Publikum!“, so die verheißungsvolle Anrede auf den Monitoren am Eingang, „es gibt nichts zu verstehen, aber viel zu erleben!“. Aha, ein gebrochenes Credo neoliberaler Erlebnisindustrien. Das sitzt. Weiterlesen