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Imma dip my balls into some thousand island dressing. Cause I got depression --Zack Fox

Für wen gibt es Kulturjournalismus?

Antigone Akgün imaginiert die Leser:innen des diesjährigen Theatertreffen-Blog und von Kulturjournalismus ganz allgemein.

Na, für all die Augenpaare, die tagtäglich auf Guckkasten-Spektakel schauen. Und für diejenigen, die bereits am Frühstückstisch, durch Buchstabenreihen hindurch, über die Welt zu schauen wagen. Für die jungen Leute, die abends immer am Museumsvorplatz abhängen. Für den einen, der an einem – den Museen schräg gegenüber verorteten – Laden seinen Unterhalt bestreitet und für die andere, die am Opernplatz immer den Bus nimmt. Für mich, die neugierig ist, was meine Kolleg:innen auf all den fensterlosen Probebühnen herausgefunden haben. Und für meine Nachbarin, die nur an Weihnachten in die Philharmonie geht. Für alle, denen Holzbretter die Welt bedeuten und alle, die sich vor den monumentalen Säulenreihen für Instagram ablichten lassen. Für dich, die du zu den treusten Abonnentinnen gehörst und auch für dich, der du kürzlich mit deiner Schulklasse erstmalig in eine Vorstellung gingst. Für die immer eilenden Städter:innen und die niemals rastenden Ländler:innen. Für Charlottenburg und Neukölln. Für Anna, Delaila, Ingeborg, Klytämnestra, Sasha, Shirin, Yağmur, Zendaya. Mit euch allen möchte sich das Theatertreffen-Blog dieses Jahr über Gedachtes wie Gesehenes austauschen. Ob das so leichthändig gelingt? Hm, lieber keine Hybris wagen – aber: Wir sind auf dem Weg!

Für die immer eilenden Städter:innen und die niemals rastenden Ländler:innen.

Who Is Cultural Journalism for?

Antigone Akgün imagines the readers of this year’s Theatertreffen blog and of cultural journalism in general.

Well, it’s for all those pairs of eyes that look at shows on the gogglebox every day. And for all those who dare survey the world through rows of letters at the breakfast table. For the youngsters who always hang around outside the museum. For some, like the man who earns a living in a shop across the way from the museum, and for others, like the woman who always gets the bus from outside the opera house. For me, curious to find out what my colleagues have discovered in all those windowless rehearsal rooms. And for my neighbour, who only ever goes to the Philharmonie at Christmas. For everyone who thinks these wooden boards mean the world and everyone who takes a selfie in front of the row of massive pillars outside. For you, one of the most loyal subscribers, and for you, who recently went to your first ever performance with your class from school. For the urbanites, who are always in a hurry, and for the rural types, who never rest. For Charlottenburg and Neukölln. For Anna, Delaila, Ingeborg, Klytämnestra, Sasha, Shirin, Yağmur, Zendaya. This year’s Theatertreffen-Blog wants to exchange ideas with all of you about what we’ve thought and seen. Will it be quite so easy? Well, let’s not risk any hubris – but: we’re on our way!

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Antigone Akgün

Antigone Akgün

Antigone Akgün kuratiert gemeinsam mit Ozi Ozar das Theatertreffen-Blog 2022. Sie arbeitet als Performerin, Regisseurin und Autorin und beschäftigt sich dabei mit der Diversifizierung kanonischer Literatur und der damit einhergehenden Sichtbarkeit marginalisierter Positionen.

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