Seitenrang links

In unserer Schnellkritik stellen wir ab jetzt zu jeder Premiere vier Fragen an Zuschauer, die im Seitenrang links saßen, auf den nicht so guten Plätzen. Die 32-jährige Katja über “Das Werk/Im Bus/Ein Sturz”:

1. Was fanden Sie an der Inszenierung bemerkenswert?

Die Fülle an Text, die die Schauspieler gemeistert haben. Dass man mit so leichtem Schuhwerk so lange im Wasser planschen kann. Und die tolle Kombination aus Requisite und Text.

2. Wie haben Sie die Karte gekriegt?

Ich habe mich am 9. April, dem Eröffnungstag des Ticketverkaufs, zweieinhalb Stunden in die Schlange gestellt. Um 10 Uhr ging es los, um 12.30 Uhr habe ich das Tickethäuschen erreicht. Es war ein strahlend blauer Samstag, vor mir standen 150 Leute, und ich habe meine Yoga-Stunde verpasst, was sehr blöd war, weil ich Yoga-Lehrerin werden möchte.

3. Warum wollten Sie gerade diese Inszenierung sehen?

Weil ich Jelinek noch nicht auf der Bühne gesehen habe, sonst sehe ich mir oft Klassiker an. Bei dieser Inszenierung hat mich der Umgang mit Katastrophen gereizt. Der Umgang damit, dass Stabilität verloren geht. Insofern hätte auch der Verlust eines Arbeitsplatzes oder eines geliebten Menschen thematisiert werden können.

4. Fahren Sie mit dem Bus nach Hause?

Nein, mit dem Fahrrad.

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Grete Götze

Grete Götze, 1983 in Marburg geboren, hat selbst lange Theater gespielt, sich nach der Schule aber entschieden, es lieber von außen mitzuerleben und deswegen in Frankfurt Theater-, Film- und Medienwissenschaft zu studieren. Weil Literatur aber auch Spaß macht, hat die 28-Jährige noch deutsche und französische Literatur dazu gewählt. Durch mehrere Praktika hat sie während des Studiums ihren Spaß am Journalismus entdeckt. Derzeit volontiert sie bei der Frankfurter Rundschau.

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