Platonov – The Premiere

The final Theatertreffen 2012 production to premiere is the black sheep of the family. All its other relatives have been and gone, throwing paint on the bare walls of their sets, chatting to their audiences and, in certain isolated incidents (that crazy Uncle Vinge), urinating on their actors. Now all of a sudden, Platonov shows up and rocks the boat with the ultimate rebellion: Naturalism.
(Well, the definition of “naturalism” is highly debated, but in the case of Chekhov I’ll take an old-school one from the first main spokesperson for the style, author Emile Zola: “We simply take from life the story of a being or group of beings whose acts we faithfully set down. The work becomes an official record, nothing more; its only merit is that of exact observation.”)
As the audience entered the theatre, they probably rubbed their eyes in disbelief. Rather than using the text as a loose structure or idea on which to base the production, director Hermanis has read Chekhov’s stage directions, and Monika Pormale has translated them onto the stage in an “exact observation.”  We see a large room, connected through one central door to a terrace and garden on the one side, and separated from a dining room on the other by a wall of transparent doors. Both of these extra spaces are somewhat obscured from the audience’s sight. I’m no expert on late 19th Century Russian furniture, but it certainly seemed like every detail of the set and costumes was historically accurate.
Here’s a rudimentary idea of what it looks like:

Platonov set design, Doodle: Miriam Sherwood
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Platonovs erste Sequenzen

Heute Abend steht die letzte Premiere des Theatertreffens 2012 ins Haus: Platonov vom Burgtheater im Akademietheater in Wien.
Bereits am Donnerstag wurde das – meiner Meinung nach – auf dem diesjährigen Theatertreffen wohl aufwändigste Bühnenbild in Szene gesetzt. Jede Stunde habe ich mich unter das Techniker-Volk (vorwiegend mit Wiener-Dialekt) gemischt und ein Bild gemacht. Vorhang auf und Film ab!

Platonov im Aufbau. Donnerstag, 17. Mai 2012 zwischen 10 und 19 Uhr. Foto: Nadine Loës

 

Ihr Tag mit dem TT (16)

Man kann es kaum glauben: Das letze TT-Wochenende bricht an.
Heute findet auch die allerletzte Premiere für dieses Theatertreffens statt: Alvis Hermanis Inszenierung von Tschechows Platonov. Besonders spannend wird diesmal die Adaption an die Bühne des Festspielhauses sein, denn die Stimmen der Schauspieler werden erstmals verstärkt, ist doch das Festspielhaus weitaus größer als das Akademietheater in Wien. Wie sich dies mit dem ausgeprägten Naturalismus dieser Aufführung verträgt ist abzuwarten.
Weiters findet heute die letzte Vorstellung von “Before Your Very Eyes” im HAU statt. Auch die Fortscheibung der “Borkmann-Saga” findet heute ihr vorläufiges Ende – dieses Mal werde ich die Vorstellung twitternd begleiten.
Wer “Kill Your Darlings” aufgrund der Erkrankung von Fabian Hinrichs verpasst hat findet vielleicht ein wenig Trost im Sony-Center: Dort findet nämlich heute um 16 Uhr ein öffentliches Screening der Aufzeichnung statt.
In den letzten Tagen sind wir ja alle unheimlich viel Zeit bewegungslos in Theaterstühlen verbracht; quasi als Ausgleich gibt es darum heute Abend in der Kassenhalle ab 23 Uhr 30  ein Konzert von “marie & the redCat”, um die müden Knochen noch ein mal ordentlich durchzuschütteln. Wir sehen uns auf der Tanzfläche!

Keine Volksdistanz – eher Halbmarathon

Meine Theatertreffen-Blog Kollegin Magdalena Hiller schrieb am 8. Februar 2012 im TT-Blog über Theaterstücke, die aufgrund ihrer Länge einer etwas unkonventionelleren Abendplanung bedürfen. Ich dachte mir: Zum Glück sind wir das hier in Berlin gewöhnt! Allerdings musste ich feststellen, dass ich bisher auch noch nicht in den Genuss einer bis zu zwölf Stunden andauernden Theaterinszenierung gekommen bin. Das Stück John Gabriel Borkman zum Beispiel könnte man wohl als ein „Theater-Halbmarathon“ bezeichnen und solch ein Unterfangen verlangt auch vom Zuschauer ein Maximum an Leistungsbereitschaft. Daher habe ich innegehalten und zeichnerisch neun Empfehlungen beziehungsweise Hinweise zusammen getragen, die uns helfen sollen, einen sehr langen Theaterabend, eine lange Theaternacht oder einen Theatermorgen glücklich zu überstehen.