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Die Gewinner des Stückemarkts sind …

Juri Sternburg (Förderpreis für neue Dramatik), Anne Lepper (Werkauftrag) und Mario Salazar (Hörspielpreis)! Alle drei Preisgekrönten waren bei der Verleihung so verdattert, dass sie, sonst so sprachgewaltig, kaum einen Satz über die Lippen brachten. „Das kann sich jetzt wohl keiner vorstellen, was das für mich bedeutet“, murmelte Juri Sternburg, der Gewinner des diesjährigen Stückemarkt-Preises beinahe schüchtern; Anne Lepper, die mit dem Werkauftrag fürs schauspiel hannover geehrt wurde, wollte einfach nur wieder von der Bühne runter, und auch Mario Salazar, sonst um Worte nicht verlegen, war die Begeisterung nicht gerade angenehm. Darum hielten auch wir uns kurz: Drei Fragen für die frischgebackenen Preisträger, bevor sie sich auf die Sektgläser oder ins Partygetümmel stürzten. Wir gratulieren!

1. Wen würdest du gerne als Regisseur/Regisseurin für deine Uraufführung haben?

Juri: Einen netten Menschen! Ich kann mir das im Moment eigentlich gar nicht vorstellen.

Anne: Heiner Müller.

Mario: Florian Fiedler hat es schon sehr gut gemacht. Ich würde ihn nehmen.

2. Wer ist dein Vorbild?

Juri: Ich hab gerade einen totalen Brainfuck und kann nichts sagen.

Anne: Da muss ich schon wieder einen Toten nennen: Georg Büchner.

Mario: Die ganzen amerikanischen Realisten: Tennessee Williams, Thornton Wilder. Aber dazu kommt noch Tschechow. Russen und Amis: eine schöne Mischung.

3. Wie feierst du?

Juri: Einfach mit viel Champagner.

Anne: Mit Sekt und meinen Freunden.

Mario: Mit Andreas will ich feiern! (Umarmt einen Schauspieler, der heute Abend bei der szenischen Lesung war.) Aber ehrlich: Mit ungefähr 30 Leuten, also Freunden und Familie, die heute Abend dabei waren. In der eigenen Stadt so was zu feiern, ist wirklich toll. Das krieg ich nicht noch mal hin.

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Bildergalerie oben mit allen Stückemarkt-Autorinnen und -Autoren (von links nach rechts): Konradin Kunze, Mario Salazar, Benjamin Lauterbach, Anne Lepper, Małgorzata Sikorska-Miszczuk, Dmitrij Gawrisch, Rebecca Christine Schnyder, Juri Sternburg

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Yehuda Swed, geboren 1983 in Israel, studierte an der Masa Acher School of Photography in Tel Aviv. Seit 2009 lebt er als freier Fotograf in Berlin und ist auf konzeptuelle Fotografie spezialisiert. Er arbeitet zusammen mit Instituten, Modedesignern, Models, Sängern, Schauspielern, Tänzern und anderen freien Künstlern.

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Matt Cornish, geboren 1983 in Los Angeles, hat einen Master of Fine Arts in Dramaturgie und Theaterkritik der Yale School of Drama. Derzeit macht er in Yale seinen Doctor of Fine Arts, dieses Jahr in Berlin im Rahmen eines Fulbright-Stipendiums. In seiner Dissertation untersucht er, wie deutsche Regisseure und Dramatiker seit 1989 die Geschichte der deutschen Teilung im Theater benutzt oder dargestellt haben. Er schreibt unter anderem für die Zeitschriften Theater, PAJ: A Journal of Performance and Art und TheatreForum.

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Fadrina Arpagaus, geboren 1980 in Zürich, studierte Germanistik und Philosophie in Zürich und Berlin. Während ihres Studiums hospitierte und assistierte sie am Schauspielhaus Zürich u.a. bei Christoph Marthaler, Christoph Schlingensief und Schorsch Kamerun und in der freien Szene Berlins. Danach begann sie eine Dissertation mit dem Titel „Radikale Gefährdung. Subjektkonstitutionen in Theatertexten des 21. Jahrhunderts“ und arbeitete als Journalistin, unter anderem für "der Freitag" und Kulturkritik.ch. Zurzeit ist sie als Dramaturgieassistentin und ab nächster Spielzeit als Dramaturgin am Theater Basel engagiert, wo sie für das Schauspiel den Blog entworfen hat.

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Cory Tamler, 1986 in Berkeley geboren, stammt aus Pittsburgh, Pennsylvania und wohnt in Berlin. Sie arbeitet als freie Autorin, Regisseurin und Bloggerin und zählt zu den Fulbright-Stipendiaten des Jahrgangs 2010/2011. Sie untersucht „Globalisierung auf Berliner Bühnen“. Ihre Theaterstücke wurden in Pittsburgh, Chicago, New York State und Augsburg aufgeführt.

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