Die tt-Jury-Schlussdiskussion

In der traditionellen Abschlussrunde des Theatertreffens stellen sich alle sieben Juroren den kritischen Fragen des tt-Publikums.

Wir waren dabei und haben live für Sie mitgebloggt. Continue reading Die tt-Jury-Schlussdiskussion

Vor den Kulissen – Teil 1

Die Fotografin Kim Keibel untersucht das Theatertreffen nicht nur hinter dem Objektiv, sie hat sich auch hinter die Kulissen geschlichen. Allerdings nur, um diejenigen, die sie da gefunden hat, wieder vor die Kulisse zu holen. In ihrer Fotoserie “Vor den Kulissen” hat sie Techniker, Bühnenmeister und Beleuchter vor der zweiten Aufführung auf die Bühne geschickt. Hier die ersten sechs Kulissen. Fortsetzung folgt.

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Die schöne andere Meinung

In früheren Jahren, wenn die Entscheidung der Jury des Theatertreffens über die zehn eingeladenen Inszenierungen bekannt gegeben wurde, stieg Pulverdampf zum Himmel. Das Bashing der Jury gehörte zu den Ritualen. In den letzten beiden Jahren fand das nicht mehr statt: Wohlwollen, in vielen Fällen sogar Zustimmung zur Auswahl in der Vorberichterstattung. Ich litt fast an Entzug, ich vermisste den Pulverdampf. Aber vielleicht hat sich alles in die Gespräche nach den Aufführungen verlagert. Continue reading Die schöne andere Meinung

Episode Diskokugel

Premiere von Life and Times – Episode 1 in den sophiensaelen am 8. Mai mit Nischen zum Plaudern und Diskutieren, buntem Buffet, der Verleihung des tt10-Wimpels. Klicken Sie sich durch Momentaufnahmen mit den Schauspielern des Nature Theatre of Oklahoma, mit Organisatoren, Bloggern und Diskokugellichtern.

Die Bildergalerie des Eröffnungsabends mit der Premiere von “Kasmir und Karoline” finden Sie hier.

“This must be so boring for you!”

“Life and Times – Episode 1”, eine Produktion der New Yorker Company “Nature Theatre of Oklahoma” für das Burgtheater Wien, spaltete das Publikum am zweiten Abend des Theatertreffens. Aber wieso? War es die beschwingte Musicalattitüde oder die uneingängige Konsequenz der Konzeptkunst?

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Kurz danach: Getanzt

Vorhang runter, Kamera an: die Bilderkritik, diesmal mit Alexandra Müller, Shane Anderson und Anna Pataczek. Inspiriert von drei Stunden Sportgymnastik, Parademarsch und Cheerleading hier unsere Meinung – getanzt als Nature Theater of Oklahoma-Choreographie. Also, fast. Zum Anschauen und Durchklicken. Fotos: Kim Keibel

Herzzahl: Musicalisch

Gesehen, gedacht, gepunktet. Direkt nach jeder tt-Premiere beurteilen wir die Inszenierung in vier Kategorien, am nächsten Morgen gibt es eine ausführliche Kritik.

Heute: Life and Times – Episode 1. Komplexes Konzepttheater, verpackt als Gute-Laune-Musical.

  • MUTTERTAGSKOMPATIBILITÄT // ♥ ♥ ♥ ♥ //
  • EROTIK // ♥ ♥ ♥ ♥ //
  • SELBSTTHERAPIE // ♥ ♥ ♥ ♥ //
  • BILDUNGSBÜRGERBINDUNGSFÄHIGKEIT // ♥ _ _ _ //

“We Want People to Eat More Vegetables”

Based on transcriptions of telephone conversations that Pavol Liska conducted with collaborator Kristin Worrall, the Nature Theater of Oklahoma has created a marathon musical worthy of the word epic. “Life and Times – Episode 1 derives from the first conversation Pavol Liska had with Kristin Worrall, wherein Kristin makes the first attempt to tell her life story; spanning from her birth until her eighth year.

I sat down with founders Kelly Copper and Pavol Liska to talk about epic theater, boredom, conceptual writing and the Super Bowl.

Pavol Liska. Photo: Kim Keibel
Kelly Copper. Photo: Kim Keibel


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Künstlerisches Höhentraining

Hätten Kelly Copper und Pavol Liska unbegrenzte finanzielle Mittel zur Realisierung ihrer Kunst, würde es die Werke ihrer Gruppe “Nature Theater of Oklahoma” nicht geben. Denn ihre Inspiration und Kreativität beziehen die New Yorker Künstler gerade aus den schwierigen Bedingungen, unter denen sie produzieren müssen.

Auch wenn sie nun mit ihrer Inszenierung “Life and Times – Episode 1” am vergleichsweise gut subventionierten Wiener Burgtheater angekommen sind und zu zahlreichen Festivals in Europa eingeladen werden – ihre Ästhetik bleibt geprägt von den Hürden und Einschränkungen, die sie in den USA überwinden mussten. “In Amerika gibt es so gut wie keine staatlichen Gelder für Kunst. Wir bekommen hier keinerlei finanzielle Förderung”, erklärt Pavol Liska. “Und unter diesen Bedingungen als Künstler zu arbeiten, zwingt dich wirklich, darüber nachzudenken, was du tun willst und warum. Sonst wäre es einfach nur blöd, weiterzumachen.” Continue reading Künstlerisches Höhentraining