Das goldene Paradox

Stückemarkt-Eröffnung. Am Expertentisch werden “Grenzen, Zwischenräume und Chancen neuer Dramatik in Europa” diskutiert. Nino Haratischwili, Yvonne Büdenhölzer und Roland Schimmelpfennig reden über Welthaltigkeit, Osteuropa-Klischees und unterschiedliche Produktionsbedingungen. Es wird immer mehr ins Allgemeine rausgezoomt, und da, schließlich, rutscht Schimmelpfennig etwas (ein verstecktes Bekenntnis?) raus: Der Sinn, Stücke zu schreiben, bestehe doch darin, “dass man sie aus der Hand gibt.” Huch? Und was ist mit “Der goldene Drache”, Schimmelpfennigs Wiener Uraufführungs-Eigeninszenierung, soll doch am 21. Mai mit dem Theatertreffen-Wimpel behängt werden? Ausnahmen bestätigen die Regel? Oder: wenn es zu weitwinklig wird, dann tritt selbst der konzentrierteste Worttüftler leicht einmal in die Floskel-Falle? Oder – ?

One thought on “Das goldene Paradox”

  1. Keine Floskel: Er hat mir danach erzählt, daß er das Stück für ein schwedisches Theater geschrieben hatte, die es aber nicht haben wollten. Es sollte sogar im Ausland uraufgeführt werden. Erst dann hat er es selbst inszeniert. Zumindest insofern keien Floskel.

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