Kollektivbeitrag zur Konferenz „Theater & Netz"

Das TT-Blog-Orchester nahm geschlossen am zweiten Veranstaltungstag von Theater & Netz“ teil. Die Konferenz fand im Mai 2013 zum ersten Mal statt und wurde nun erneut von nachtkritik.de und der Heinrich Böll Stiftung organisiert. Nachdem die Zelte in Sascha Kriegers Bloggers’ Space neben den TT-Alumni-Bloggern Clemens Melzer und Eva Biringer (beide werden uns auch in diesem Jahr einen Beitrag schenken!) aufgeschlagen waren, mischte sich das Blog-Ensemble unter die #tn14-Crowd. Später gab es eine Redaktionssitzung im Bloggers’ Space und es wurde aus der Veranstaltung heraus gebloggt.
Wie es sich für ein Orchester gehört, ist die Äußerung zur Konferenz mehrstimmig:

Die „Theater & Netz“-Konferenz ist ja immer ein großes Klassentreffen.
Hier haben die ganzen Facebook- und Twitteraccounts der Theaterhäuser plötzlich ein Gesicht. Alles ist stets überschaubar, denn wir sind eine Nische in der Nische.
Über der Veranstaltung hängt natürlich eine große Ernsthaftigkeit und Nervosität der Branche, denn bereits die Panels kündigen von einem Umbruch mit Titeln wie „Strukturwandel des Theaters in der Netzgesellschaft“ oder „Theatraler Aktivismus in der digitalen Öffentlichkeit“. Das klingt ernst, ist es irgendwie auch.
Doch wie auch das Netz selbst, das neben ernsten Diskussionen und Informationen schon immer ein Raum für Unfug und Blödsinn war, gibt es auch hier vor Ort Katzenvideos und Eisbärenphotos. Und das ist auch gut so, damit man nicht vergisst, dass Twitter ein nettes Hobby ist. Ein Spiel. Aber nicht das Massenmedium, von dem so manches Haus hier träumt! Viel mehr wird einem hier bewusst, dass das Internet eine Spielwiese ist. denn wir Kreativen, Netzkinder – und vor allem Theatermacher – sind schon immer Spieler gewesen. Das Spiel ermöglicht uns einen kreativen Umgang mit unserer Umwelt und unseren Problemen und führt uns vielleicht einfacher und spielerischer zur Antwort auf die Frage, die hier alle umtreibt: wie geht das Theater mit dem Internet um?
Und um unseren Spieltrieb direkt vor Ort anzukurbeln, hat die Gesellschaft für Kulturoptimismus die Konferenz mit vielen bunten Ideen begleitet: Indem man sich Adorno Zitate auf die Haut schrieb, entlarvende Fotos von Stiftdiebstahl postete oder aus Lego und Knetmasse seine Theaterinszenierung des Jahres 2054 baute, konnten virtuelle Punkte angesammelt und zu einem Highscore ausgebaut werden.
Danke für eine tolle Konferenz, viele Impulse und Denkanstöße, und: Hey, das ist doch nur das Internet, das tut nichts, das will doch nur ein bisschen spielen.
(Manuel Braun)

Über das Panel 2: Helden des öffentlichen Auftritts – Theatraler Aktivismus in der digitalen Öffentlichkeit – Aktivistische Praxis
Helden des öffentlichen Auftritts
Auftritt Matthias Hartmann | per Video | Maschek als Stimmgeber | Christian Diaz erinnert an seinen Burg-Protest | „es war eine Mutprobe“ | eine performative virale Aktion? | Hartmann war extrem sauer | yes we scan | theatralischer Protest in der digitalen Öffentlichkeit | anti NSA | anti Prism | vom Checkpoint Charlie in die internationalen Medien | „weniger Theater, sondern bewusst Bilder als Vermittlung schaffen“ | nur die Kombination von alten und neuen Medien funktioniert | Dessauer Theaterkämpfer | Beggars Opera | André Bücket eröffnet Twitter-Account, um auf Kürzungen hinzuweisen | „Jetzt muss mal das Internet her“ | Pflöcke einschlagen im Sparkampf um Anhaltisches Theater | Krise als Teil der Theaterarbeit. (David Winterberg)

Über das Panel 3: Influence of the Crowd – Zumstrukturwandel des Theater in der Netzgesellschaft
Drei Aussagen zum Theater und Crowdfundig
Jens Best (Wikimedia, Startnext): 

Barbara Mundel (Intendantin, Theater Freiburg): 

Annemie Vanackere (Intendantin, Hebbel am Ufer): 
(aufgenommen von Nathalie Frank)

Influence of the Crowd

Foto

(Hannah Wiemer)

Die Berliner Zeitung ist Partner des Theatertreffen-Blogs.

 

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