Marat ist da!

Der Anfang vom Ende: Als letztes Gastspiel des diesjährigen Theatertreffens kommt heute abend Volker Löschs “Marat, was ist aus unserer Revolution geworden?” vom Deutschen Schauspielhaus in Hamburg auf die Festspielbühne. Impressionen des letzen Bühnenaufbaus beim tt09.

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Kamera und Schnitt: Matthias Weigel
Musik: Sudaca Power: Las Luces de la Rambla

Pausentöne

Über fünf Stunden geht Alle Totel fliegen hoch 1-3 von und mit Joachim Meyerhoff, das heute im Maxim-Gorki-Theater in Berlin seine tt09-Premiere hatte. Theaterreporter Matthias Weigel berichtet wie Theaterkritiker früher: per Telefon. Lesen Sie die Telegramme aus den Pausen. Continue reading Pausentöne

Schizophren vereinigt

Vier Persönlichkeiten ergeben einen Franzkarl Moor. Vier Engelteufel toben in einer Person. In Nicolas Stemanns Inszenierung von Schillers “Die Räuber” dividieren und multiplizieren vier Schauspieler die Zerrissenheit eines Menschen zwischen Freiheit und Bindung, Verantwortungslosigkeit und Liebesbedürfnis, Stolz und Opportunismus. Ein Abend gegen alle, ein kleines Resümee zur Halbzeit.

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Die Faust sprechen lassen: Die vier "Räuber" in Nicolas Stemanns zum tt09 eingeladener Inszenierung. Foto: Arno Declair

Man könnte Nicolas Stemanns Theater als einen Gegenentwurf zum Theater Jürgen Goschs sehen. Wo bei Gosch unkenntlich ist, inwieweit das Spiel überhaupt verabredet ist und ob der Begriff des Darstellens (noch) angebracht ist, ist Stemanns Inszenierung eine einzige große Verabredung, eine artifizielle Konstruktion. Continue reading Schizophren vereinigt

“Komische, nervige Germanisten?”

Philipp Löhle, Hausautor am Maxim-Gorki-Theater, erzählt im Interview von seiner Zeit als Workshopteilnehmer und “tt Talent” beim Stückemarkt 2007. Die diesjährige Förder-Plattform für Nachwuchs-Dramatiker wird heute mit zwei szenischen Lesungen eröffnet.

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Blick nach vorne: Jung-Dramatiker und Ex-tt-Talent Philipp Löhle. Foto: Pegasus Verlag- und Autorenagentur

Das Theatertreffen kennt dreierlei Arten von Talent, oder besser, der Talenteförderung: den Stückemarkt, das Internationale Forum sowie Continue reading “Komische, nervige Germanisten?”

Kein Effekt ist unsterblich

Das “Wunschkonzert” in der Inszenierung von Katie Mitchell hat leider nicht überlebt. Franz Xaver Kroetz’ kritisches Volksstück erzählt die dröge Einsamkeit der Angestellten “Fräulein Rasch”, die eines nachts durch eine Überdosis Schlaftabletten in aller Ruhe ihrem Leben ein Ende setzt; Mitchells Inszenierung vom Schauspiel Köln hatte am Dienstag beim Theatertreffen Premiere.

Als der Abend noch jung war, hätte er auch Spektakel getauft werden können. Dann wuchs er auf, bekam Tiefe und Mehrschichtigkeit, so dass man ihn ernst nehmen konnte. Nur alt wurde er nicht, sondern nahm sich zu früh durch seine Durchschaubarkeit das Leben. Continue reading Kein Effekt ist unsterblich

Warum wurde der 1. Mai nicht zum tt09 eingeladen?

Während in der Schaperstraße die Prosecco-Gläschen klangen, warf ich mich als „embedded journalist“ auf das raue Kopfsteinpflaster Kreuzbergs, um den anderen Pflastersteinen von oben auszuweichen.
Nichts sollte mich dabei stoppen herauszufinden, warum der 1. Mai schon wieder nicht zum Theatertreffen eingeladen wurde. Die Künstler heulten, die Jury schwieg; da hilft nur eine neue Strategie fürs nächste Jahr.

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Lassen Sie sich zwangskonvertieren!

Die erste Inszenierung naht. Die Karten sind längst ausverkauft. Das macht aber vielleicht gar nichts…

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Alle Anhänger können außerdem am 2. Mai um 20.15 Uhr auch 3sat gucken.