“Theater als Kosmos erlebbar machen”

Seit 2012 ist Dr. Thomas Oberender Intendant der Berliner Festspiele – ebenso lange verantwortet Yvonne Büdenhölzer die Leitung des Theatertreffens. Wir haben beide zu einem Rückblicksgespräch über die diesjährige Ausgabe des Festivals getroffen. Sie verrieten uns, was sie überrascht, bewegt und verwundert hat – und welche längerfristigen Entwicklungen sie stärken möchten.
Continue reading “Theater als Kosmos erlebbar machen”

Roman – Requiem – Regie

Die Regisseurin Anna-Sophie Mahler zählte zu den vielen Newcomer*innen beim diesjährigen Theatertreffen. Mit unserem Autor sprach sie ausführlich über ihre eingeladene Bühnenadaption von Josef Bierbichlers Roman „Mittelreich“. Continue reading Roman – Requiem – Regie

This Is A Man’s World

Die letzte Premiere des 53. Theatertreffens gehörte einem gerne geschmähten Klassiker der Schullektüre: Fontanes „Effi Briest“, allerdings – wie uns die Regisseur*innen der Hamburger Produktion, Clemens Sienknecht und Barbara Bürk, versichern – „mit anderem Text und auch anderer Melodie“. Der Clou: Bürk und Sienknecht geben ihrer Inszenierung das Format einer skurrilen Radioshow. Unsere Autor*innen haben jedenfalls gerne eingeschaltet – und berichten standesgemäß per Podcast. Continue reading This Is A Man’s World

Heimatlieder

Die Adaption von Josef Bierbichlers Roman „Mittelreich“ durch die Regisseurin Anna-Sophie Mahler an den Münchner Kammerspielen stellt die vorletzte Premiere beim diesjährigen Theatertreffen. Unser Autor erlebte bemerkenswertes, wenngleich manchmal etwas starres Aufarbeitungstheater. Continue reading Heimatlieder

Szenische Lesung in Endzeitstimmung

Der in Hongkong geborene Autor Pat To Yan ist mit „A Concise History of Future China“ zum Stückemarkt eingeladen worden. Sein Text verwebt Gegenständliches mit Metapher und Abstraktion zum Kaleidoskop einer finsteren Zukunft. Die szenische Lesung am gestrigen Dienstag erwies dem Stück allerdings einen Bärendienst, wie unser Autor fand. Continue reading Szenische Lesung in Endzeitstimmung

Akten lesen

Mit „Stolpersteine Staatstheater“ haben sich Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura der Geschichte des Badischen Staatstheaters Karlsruhe im Nationalsozialismus angenommen. Die Zuschauer*innen werden dabei zum gemeinsamen Aktenstudium mit den Spieler*innen gebeten. Unser Autor traf sich mit dem Regieteam, sah sich die Aufführung an und stellte anschließend die K(unst)-Frage. Er fand: Der Inhalt siegt. Continue reading Akten lesen

“Theater? Das ist wie Stonehenge.”

Dietmar Dath wäre nicht er selbst, hätte er uns im Interview bloß Auskunft über seine zum Theatertreffen eingeladene Bearbeitung von Ibsens „Ein Volksfeind“ gegeben. Es ging also um mehr. Um das Verhältnis von Technologie und Demokratie zum Beispiel, die (Un)Möglichkeit, das Wort „Lügenpresse“ zu benutzen, und darum, weshalb das Theater ihn an Stonehenge erinnert. Continue reading “Theater? Das ist wie Stonehenge.”

Hello from the Other Side (I): Franco Stirpe

Heute starten wir unsere kleine Videoreihe über jene, die beim Theatertreffen nicht unmittelbar im Rampenlicht stehen, und doch fest dazu gehören. Den Auftakt macht ein Liebling des Hauses: Der unverwechselbare Kantinenchef Franco Stirpe. Er plauderte für uns aus dem Nähkästchen und verrät auch gleich seinen liebsten Theatermacher.

Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt

Unter dem Motto „Wieso ist das deutschsprachige Theater eigentlich immer noch so interessant?“ eröffnete Thomas Oberender am 6.5.2016 das 53. Theatertreffen im Haus der Berliner Festspiele mit einer lakonisch vorgetragenen Rede zur kuratierenden Funktion des Theatertreffens. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sprach in Reaktion darauf von der Notwendigkeit der Bewahrung theatraler Vielfalt in einer pluralistischen Zeit. Im Anschluss eröffnete Karin Beiers „Schiff der Träume“ das Festival. Unsere AutorInnen Theresa Thomasberger und Falk Rößler haben zu dem kontroversen Stück zwei Texte verfasst. Es geht los. Continue reading Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt

Auf dem Prüfstand

Das Theater – so hieß es in der Ausschreibung zum diesjährigen Theatertreffen-Blog – steht auf dem Prüfstand. Nun gut. Das gilt schon seit längerem. Vielleicht ist dieser Prüfstand sogar so alt wie das Theater selbst. Gemeint ist hierbei natürlich eine besondere Aufgabe, die aus den enorm ausgreifenden aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen erwächst. Zu diesen sollen sich die darstellenden Künste nun in besonderer Weise verhalten; zum Einen, weil die Künste insgesamt dazu aufgefordert scheinen, zum Anderen, weil das Theater qua Tradition als ein außerordentlich fruchtbarer Diskursraum angesehen wird und somit seine entscheidenden Stärken in jener fundamentalen Umbruchsituation ausspielen könnte. Continue reading Auf dem Prüfstand