Camp #17 – Das Forum verabschiedet sich mit Fragen an die Zukunft des Theaters

Die zwei Wochen Theatertreffen sind vorbei, das Internationale Forum verabschiedet sich mit Fragen zur Zukunft des Theaters.

Uwe Gössel, Leiter des Internationalen Forums 2014, resümmiert, worüber die Stipendiaten diskutierten.

Die CAMP#-Videos sind eine Clip-Serie von Hannah Dörr, in der die Stipendiaten des Internationalen Forums unterschiedliche Perspektiven auf das Theatertreffen vorstellen: über Inszenierungen, ihre eigene Arbeit und darüber hinaus.

 

Camp #16 – Darío Lopérfido über das Theatertreffen, das deutsche Theater und das Programm "Be my guest"

Darío Lopérfido spricht mit den Stipendiatinnen Sofia Wilhelmi und Ariadna Rubio Lleo des Internationalen Forums 2014 über das Theatertreffen, das deutsche Theater und warum er „Fegefeuer in Ingolstadt” (Inszenierung Susanne Kennedy, Münchner Kammerspiele) innerhalb des „Be my guest”-Programms für das FIBA Festival in Buenos Aires ausgewählt hat.

„Be my guest”
Das Goethe-Institut und das Theatertreffen starteten dieses Jahr ein Austauschprogramm mit einem ausländischen Festivalveranstalter (dieses Jahr Darío Lopérfido, künstlerischer Leiter des FIBA Festival Internacional de Buenos Aires in Argentinien), der seine Eindrücke vom deutschen Theater und dem Theatertreffen schilderte und eine der zehn bemerkenswerten Inszenierungen auswählte, um diese dann auf seinem Festival zu präsentieren.

Camp#15 – Über die Tendenzen des Theatertreffen aus Sicht der Stipendiaten

15. Mai – Seit 13 Tagen haben die Stipendiaten des Internationalen Forums jeden Tag ein volles Programm: Inszenierungen, Diskussion, Camp, Stückemarkt, Workshop. Zeit für eine Zwischenstopp. Eindrücke über das Theatertreffen.

Die CAMP#-Videos sind eine Clip-Serie von Hannah Dörr, in der die Stipendiaten des Internationalen Forums unterschiedlichen Perspektiven auf das Theatertreffen vorstellen: über Inszenierungen, ihre eigene Arbeit und darüber hinaus.

 

Camp#14 – Sechs Thesen zu neuen kreativen Prozessen

Am 14. Mai 2014 fanden, anlässlich der Neuausrichtung des Stückemarkts, drei Podiumsdiskussionenunter zum Thema „Neue Formen der Autorschaft und kreative Prozesse am Theater” statt. Verschiedene Künstler stellten ihre Impulse dazu vor.

1) Lutz Hübner (Author) – Welche Themen sind relevant? Wie fördert man Substanz statt One-Hit-Wonders?

2) Ariadna Rubi Lleo und Ninke Scholts (performer and dramaturg, Netherlands) – What do we need to do before we die!?

3) Omar Elerian (Associate Director, Bush Theatre, London) – How can we achieve diversity in the plays that are staged? Who picks what play based on what criteria?

4) Chris Thorpe (Autor, Performer) – What if… for one year all plays would be published anonymously?

5) Alexander Frank und Roman Weishaupt (Regisseure, Germany and Switzerland) – Möglichkeiten der Stoffentwicklung mit Jugendlichen

6) Bastian Trost (Gob Squad Collective) – Wie entwickelt Gob Squad kollektiv?

 

Die CAMP#-Videos sind eine Clip-Serie von Hannah Dörr, in der die Stipendiaten des Internationalen Forums unterschiedlichen Perspektiven auf das Theatertreffen vorstellen: über Inszenierungen, ihre eigene Arbeit und darüber hinaus.

Camp#13 – „Theatre is just as necessary as hospitals!" – Gespräch mit Chris Thorpe & Simon Stephens

Chris Thorpes Arbeit There has possibly been an accident” wurde von Simon Stephens für den diesjährigen Stückemarkt nominiert. Im öffentlichen Gespräch Theatre as a dissecting table”, das am 13. Mai in der Kassenhalle stattfand, fragte Simon Stephens Chris Thorpe nach der Bedeutung von Theater. Dieser brachte in seiner Antwort nicht nur die Funktion des Schriftstellers, sondern auch die Aufgabe und die Notwendigkeit von Theater präzise auf den Punkt. Er verteidigt das Theater nicht als Luxusgut der Hochkultur, sondern als dringender Ort der Kommunikation.

Lesen Sie auch unser Interview mit Chris Thorpe und die Stückemarkt-Übersicht.

Die CAMP#-Videos sind eine Clip-Serie von Hannah Dörr, in der die Stipendiaten des Internationalen Forums unterschiedlichen Perspektiven auf das Theatertreffen vorstellen: über Inszenierungen, ihre eigene Arbeit und darüber hinaus.

 

Camp#12 – Hybride Theaterformen – Gespräch mit 36 Stipendiaten des Internationalen Forums 2014

36 Stipendiaten des Internationalen Forums 2014, aus 18 Ländern, treffen auf die Besucher des Camps in der Kassenhalle. Reihum stellt sich jeder Stipendiat innerhalb von drei Minuten jedem Besucher vor. Gespräche über das Herkunftsland, die eigene Arbeit und das andere Theaterverständnis werden geführt. Im Video teilen die Stipendiaten ihre Empfindungen zur Aktion mit.

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Sehen Sie hier auch das CAMP#1-Video, indem die Stipendiaten anhand ihrer künstlerischen Antwort auf die Frage „Was würdest du versichern?” vorgestellt werden.

Die CAMP#-Videos sind eine Clip-Serie von Hannah Dörr, in der die Stipendiaten des Internationalen Forums unterschiedlichen Perspektiven auf das Theatertreffen vorstellen: über Inszenierungen, ihre eigene Arbeit und darüber hinaus.

 

Camp #11: Crossing Borders – Chancen und Risiken der Internationalisierung von Theater

Am 11.5. fand eine Diskussion im Camp mit dem Titel Crossing Borders – Chancen und Risiken der Internationalisierung von Theater” statt.  Auf dem Podium saßen Christoph Leibold (TT-Juror 2014), Johan Simons (Intendant, Münchner Kammerspiele), Andreas Wilink (TT-Jury) und Rita Thiele (Chefdramaturgin, Deutsches Schauspielhaus Hamburg). Tobi Müller moderierte.

Johan Simons, niederländischer Herkunft, ist Intendant der Müchner Kammerspiele und hat es sich zur Aufgabe gemacht internationale Gäste und Gastspiele ins Haus zu holen. Die Städte werden immer internationaler, folglich auch die Theater, das Maxim-Gorki Theater in Berlin ist ein aktuelles Beispiel. Wie wichtig ist die Kulturpolitik bei dieser Entscheidung? Schafft ein Bündnis wirklich neue offenere Strukturen und ästhetische Weiterentwicklung oder bleibt es nur Multikulti-Europudding”?

Einführung durch Christoph Leibold:

In folgender Videozusammenfassung der Diskussion werden diese Themen verhandelt:

1) Wie wichtig ist die Kulturpolitik für die Internationalisierung!?

2) Strukturelle Öffnung der Stadttheater durch Internationalisierung!?

3) Besetzung!?

4) Ästhetische Weiterentwicklung durch internationale Theaterformen und Spielweisen?

5) Finanzierung!?

6) Internationalisierung notwendig und/oder zwangsläufig?

Ein Stipendiat des Forums äußerte sich kritisch:
I’m a guest here but still; I’ve been to so many panels and I always see the same priviliged people talking about fundamental problems without actually changing the essence. Of course I agree with them and I feel that there is a lot that has to be done. But it often only touches the surface. The change starts – in many cases – too late: “famous” groups like Signa will get invited to “big” Stadttheater; what’s up with the small groups, the small theatres, they are and will stay stuck in their program. On the other hand, time will show. I’m sure that in 10 years the audience and those 5 people on stage will look a lot different and will have different biographies as well.” 

Inga Koller, geboren in Deutschland, studierte Schauspiel in Frankreich, lernte die Sprache auf der Bühne und lebt und arbeitet noch immer dort. Im folgenden Video erzählt sie von ihren Erfahrungen als Fremde im Ausland und in Deutschland.

Sehen Sie hier auch Dorothy Siegls und Nathalie Franks Schaubild zur Diskussion und den Beitrag von Barrie Kosky (Regisseur/Intendant Komische Oper, Berlin), der beim Camp #10 Versammlung für die Zukunft” als 6. Impuls die Frage stellte: „Does Germany really want diversity?” Die Stipendiaten des Internationalen Forums 2014 haben versucht zu antworten und stellten dabei das Theatertreffen in Frage.

Die CAMP#-Videos sind eine Clip-Serie von Hannah Dörr, in der die Stipendiaten des Internationalen Forums unterschiedlichen Perspektiven auf das Theatertreffen vorstellen: über Inszenierungen, ihre eigene Arbeit und darüber hinaus.

 

Camp#10 – 50 Jahre Internationales Forum – Versammlung für die Zukunft

Seit 1964 haben die Berliner Festspiele 2.162 Theatermacherinnen und Theatermacher mit einem Stipendium aus  für das Internationale Forum des Theatertreffens nach Berlin eingeladen. Auch in diesem Jahr sind wieder 36 Teilnehmer aus über 15 Ländern dabei um zwei Wochen lang gemeinsam über das Theatertreffen, neue, globale Strömungen im Theater zu sprechen. Zum 50. Geburtstag lädt das Internationale Forum zu einer “Versammlung für die Zukunft” ein. Acht ehemalige Stipendiaten  (Aljoscha Begrich, Amit Epstein, Tarun Kade, Barrie Kosky, Sybille Meier, dem Theaterkollektiv Schwalbe, Laila Soliman, Prodromos Tsinikoris, Turbo Pascal) geben Impulse, wie sich das Theater verändern muss und sollte um auf aktuelle Strömungen und Entwicklungen zu reagieren. Die Besucher des Camps und des Internationalen Forums 2014 diskutieren gemeinsam mit ihnen.

Sehen Sie hier die Thesen der ehemaligen Stipendiaten und die Fazit-Blitzlichter der einzelnen Impulse nach den Diskussionen mit den Camp-Teilnehmern und Stipendiaten.

Impuls 1: Laila Soliman (Regisseurin, Kairo) – Der Westen ist Zeuge von radikalen Veränderungen außerhalb seiner Grenzen. Welche Konsequenzen hat das für das Theater?

Impuls 2: Aljoscha Begrich (Dramaturg/Bühnenbildner, Schauspiel Hannover) & Tarun Kade (Dramaturg, Theater Bremen)- Wie kann eine Gemeinschaft im Theater entstehen?

Impuls 3: Sybille Meier (Dramaturgin, Schauspielhaus Hamburg) – Das Theater beginnt an der Kasse

Impuls 4: Prodromos Tsinikoris (Schauspieler/Regisseur, Athen) – Should I stay or should I go?

Impuls 5: Chistina Flick & Melih Gencboyaci (Theaterkollektiv Schwalbe, Amsterdam)- Es muss nicht sagen, sondern etwas tun. Ein Blick auf die Mit-täterschaft des Zuschauers

Impuls 6: Barrie Kosky (Regisseur/Intendant Komische Oper, Berlin) – Ein Australier in Berlin. Ein Blick von außen auf die deutsche Kulturlandschaft. Does Germany really want diversity!? (Barrie Kosky konnte leider aus Zeitgründen nicht mit den Teilnehmern diskutieren, die Stipendiaten haben nach der Diskussion auf eigene Faust versucht zu antworten und stellen dabei das Theatertreffen in Frage.)

Impuls 7: Frank Oberhäußer (Regisseur/Performer, Theaterkollektiv Turbo Pascal, Berlin) – Statt Kunst im Bau – Kunst im laufenden Betrieb!

Impuls 8: Amit Epstein (Kostümbildner, Tel Aviv/Berlin) – Costume for Directors!

(Aufgrund einer technischen Panne konnte der letzte Impuls leider nicht augezeichnet werden, die Texttafel zitiert aber Amit Epsteins These. Wir bitten vielmals um Entschuldigung.)

„Forum 50 – Die Versammlung geht gemeinsam“
Am Ende des Tages lädt das Theaterkollektiv Schwalbe ehemalige und derzeitige Teilnehmer des Internationalen Forum  ein um vor dem Haus der Berliner Festspiele in Kreisen zu rennen. Anstoß dafür ist Schwalbes Performance ,Schwalbe zoekt massa’, Premiere September 2013′ Rotterdam.

Die CAMP#-Videos sind eine Clip-Serie von Hannah Dörr, in der die Stipendiaten des Internationalen Forums unterschiedlichen Perspektiven auf das Theatertreffen vorstellen: über Inszenierungen, ihre eigene Arbeit und darüber hinaus.

Camp#9 – Spielstile Stadttheater vs. freie Szene / Deutschland vs. Niederlande

9. Mai – Podiumsdiskussion mit Susanne Kennedy, Walter Hess, Lena Müller, Çiğdem Teke
(Moderation Uwe Gössel) anlässlich der zum Theatertreffen 2014 eingeladenen Inszenierung  „Fegefeuer in Ingolstadt” über die unterschiedlichen Spielstile zwischen Deutschland und Holland, aus welchen Strukturen diese erwachsen und wie/ob man sie verändern kann.

9. Mai – Susanne Kennedy, die mit ihrer Produktion  „Fegefeuer in Ingolstadt” zum diesjährigen Theatertreffen eingeladen ist, spricht gemeinsam mit ihrer Kollegin Suzan Bogaerdt über ihre Arbeitsweise und -philosophie mit den Stipendiaten des Internationalen Forums 2014.

Lesen Sie hier eine Kritik zu „Fegefeuer in Ingolstadt” von Jannis Klasing. Felix Ewers und Gastblogger Hamed Eshrat haben sich grafisch mit der Inszenierung auseinandergesetzt.

Die CAMP#-Videos sind eine Clip-Serie von Hannah Dörr, in der die Stipendiaten des Internationalen Forums unterschiedlichen Perspektiven auf das Theatertreffen vorstellen: über Inszenierungen, ihre eigene Arbeit und darüber hinaus.

Camp#8 – Das deutsche Stadttheatersystem aus deutscher und argentinischer Sicht

Camp#8 – Anlässlich der Podiumsdiskussion „Die sozialpolitische und ästhetische Situation des deutschen Stadttheaters?” diskutieren Benedikt Haubrich (Regie), Lisa Jopt (Schauspiel) und Hannah Dörr (alle aus Deutschland) über neue Formen der Kommunikation im (Stadt)-Theater im deutschen Sprachraum.

Camp#8.1 – Sofia Wilhelmi, Argentinien äußert ihre Meinung über das deutsche Stadttheatersystem und vergleicht mit dem argentinischen Theatersystem anlässlich der Podiumsdiskussion „Die sozialpolitische und ästhetische Situation des deutschen Stadttheaters?”

Sehen Sie hier den Live Blog der Camp-Eröffnung und Diskussion zum Stadttheater.

Die CAMP#-Videos sind eine Clip-Serie von Hannah Dörr, in der die Stipendiaten des Internationalen Forums unterschiedlichen Perspektiven auf das Theatertreffen vorstellen: über Inszenierungen, ihre eigene Arbeit und darüber hinaus.