Der Faustbau

Auch wenn sich der Vorhang zur TT-Premiere von Faust I + II erst heute Nachmittag öffnet – der Aufbau hat schon vor zwei Tagen begonnen.

Der Zuschauerraum wird zur Bühne. Foto: Nadine Loës

Noch in der Nacht, direkt nach der Vorstellung, wurde der schlafende Raum von Macbeth zu Bett gebracht, damit gleich am frühen Morgen die LKWs aus Hamburg anrücken konnten. Links einladen, rechts ausladen. Überall ein Gewusel von Thalia Theater– und Festspiel-Technikern – um Verwechslungen vorzubeugen immer mit dem entsprechenden T-Shirt gekennzeichnet. Und selbst nach einem 8-Stunden-Aufbau-Tag ist noch nicht aller Tage Abend. Das Licht wird eingerichtet, die Projektionen müssen richtig leuchten, die Tonprobe dauerte die halbe Nacht, denn für die Durchlaufprobe mit Schauspielern in Kostümen am nächsten Tag musste alles stimmen.
Und dann, so nach und nach, man glaubt es kaum, lichtet sich das Chaos auf der Bühne, bis der Raum den Schauspielern gehört: „Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten…“

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Nadine Loës

Nadine Loës, geboren 1979 in Stuttgart, lebt und arbeitet derzeit in München und Berlin als freiberufliche Mediengestalterin und Fotografin. Nach diversen Praktika in einem Theater, Fotostudio und Grafik-Büro in Stuttgart, entschied sie sich für eine Ausbildung als Mediengestalterin (Print) in Stuttgart, bevor sie nach München zog, um dort Fotografie zu studieren. Durch ein Praxissemester gelangte sie im Jahr 2006 an das BildMuseet nach Umeå in Schweden und danach durch ein Theateraustauschprojekt zwischen Brasilien und Deutschland, für das sie fotografierte, nach Rio de Janeiro. Seit 2011 nimmt sie an einem Postgraduiertenstudium für Fotografie an der Ostkreuzschule in Berlin teil.

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