Platonovs erste Sequenzen

Heute Abend steht die letzte Premiere des Theatertreffens 2012 ins Haus: Platonov vom Burgtheater im Akademietheater in Wien.
Bereits am Donnerstag wurde das – meiner Meinung nach – auf dem diesjährigen Theatertreffen wohl aufwändigste Bühnenbild in Szene gesetzt. Jede Stunde habe ich mich unter das Techniker-Volk (vorwiegend mit Wiener-Dialekt) gemischt und ein Bild gemacht. Vorhang auf und Film ab!

Platonov im Aufbau. Donnerstag, 17. Mai 2012 zwischen 10 und 19 Uhr. Foto: Nadine Loës

 

Der Faustbau

Auch wenn sich der Vorhang zur TT-Premiere von Faust I + II erst heute Nachmittag öffnet – der Aufbau hat schon vor zwei Tagen begonnen.

Der Zuschauerraum wird zur Bühne. Foto: Nadine Loës

Noch in der Nacht, direkt nach der Vorstellung, wurde der schlafende Raum von Macbeth zu Bett gebracht, damit gleich am frühen Morgen die LKWs aus Hamburg anrücken konnten. Links einladen, rechts ausladen. Überall ein Gewusel von Thalia Theater– und Festspiel-Technikern – um Verwechslungen vorzubeugen immer mit dem entsprechenden T-Shirt gekennzeichnet. Und selbst nach einem 8-Stunden-Aufbau-Tag ist noch nicht aller Tage Abend. Das Licht wird eingerichtet, die Projektionen müssen richtig leuchten, die Tonprobe dauerte die halbe Nacht, denn für die Durchlaufprobe mit Schauspielern in Kostümen am nächsten Tag musste alles stimmen.
Und dann, so nach und nach, man glaubt es kaum, lichtet sich das Chaos auf der Bühne, bis der Raum den Schauspielern gehört: „Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten…“

Möge der Spaß beginnen

Im Haus der Berliner Festspiele wird bis zuletzt aufgebaut, eingerichtet und organisiert. Wer sich einmal zum Aufbau in den dunklen Bühnen-Raum setzt, die Augen öffnet und die Ohren spitzt, wird so manchem Eindruck ausgeliefert. Eine kleine subjektive Kasimir und Karoline”-Vorstimmung.

Leicht, leicht ist das Leben: Kirmes-Attraktion auf dem Prater in Wien. Foto: Andrea Imler.

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“Simultan auf- und abbauen”

Der technische Leiter des Theatertreffens Andreas Weidmann und seine Mitarbeiter erhielten von Joachim Sartorius, dem Intendanten der Berliner Festspiele, und Iris Laufenberg, der Leiterin des Theatertreffens, zum Abschluss des Festivals einen opulenten Vitaminkorb. Warum sie den verdient haben, erzählt Andreas Weidmann im Interview.

Herr Weidmann, war die technische Herausforderung beim Theatertreffen 2009 höher als sonst?

Die ursprüngliche Atmosphäre von Christoph Schlingensiefs “Kirche der Angst” rüberzubringen war schon eine enorme Herausforderung. Continue reading “Simultan auf- und abbauen”

Marat ist da!

Der Anfang vom Ende: Als letztes Gastspiel des diesjährigen Theatertreffens kommt heute abend Volker Löschs “Marat, was ist aus unserer Revolution geworden?” vom Deutschen Schauspielhaus in Hamburg auf die Festspielbühne. Impressionen des letzen Bühnenaufbaus beim tt09.

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Kamera und Schnitt: Matthias Weigel
Musik: Sudaca Power: Las Luces de la Rambla