Tag 18

1.Ich treffe meine TT-Kolleginnen Anneke und Eva und habe Zeit, mit ihnen im Garten zu quatschen und einen Kaffee zu trinken.

2. Bei der Jury-Abschlussdiskussion wird über alle eingeladenen Inszenierungen debattiert und alle Kritiker des fünfzigsten Theatertreffens haben eine letzte Chance, sich zu äußern.

3. Ich schaue „Orpheus steigt herab“, die letzte Aufführung innerhalb des Theatertreffens.

Wunsch: Da heute unser letzter gemeinsamer Tag mit der TT-Blog-Redaktion ist, wünsche ich mir, dass wir Zeit haben, uns in Ruhe zu verabschieden, das Blog 2013 danach aber nicht sofort in Vergessenheit gerät. Es kommen auch morgen noch einige Texte, etwa das 50-Zeichen-Fazit von allen.

Tag 17

1. Die Ruhe des Sonntags durchs offene Fenster hineinlassen. Die Sonne auch.

2. Meiner Tochter dabei zusehen, wie sie weitere erste Schritte macht und sich darüber so riesig freut. Ich habe sie in den vergangenen Wochen manchmal nur eine Viertelstunde am Tag gesehen. Großes Danke an meinen Freund an dieser Stelle, der gerade Vollzeitvater ist und ohne den ich diesen Job beim TT-Blog nicht hätte machen können.

3. Otto, das motzende Blogmaskottchen, erklärt heute am frühen Abend in einem Cartoon den Orpheus-Mythos: gut vorbereitet gehe ich zu „Orpheus steigt herab“ in der Regie von Sebastian Nübling, TT-Premiere heute Abend.

Wunsch: Dass die Tänze, die gestern bei der Präsentation des Internationalen Forums, im Hof des Ku’damm Karrees getanzt wurden (etwa Schuhplattler, Walzer, Stehblues, Polka), auch heute Abend bei der Party mit DJ Grace Kelly in der Kassenhalle zur Aufführung kommen. Ab 23 Uhr, Eintritt frei. Und dass alle kranken Blogger schnell wieder gesund werden!

Day 16

1. Finishing translating an interview about Hebbel am Ufer’s next festival.

2. Spending the evening along the Panke (the other Berlin river).

3. There’s a reason why there’s no major Theatertreffen event tonight: Eurovision.

Wish: To finally understand Ku’damm, with the help of Rimini Protokoll and members of this year’s International Forum workshop.

Tag 15

1. Ich habe mal wieder Heimatbesuch. Wir beginnen den Tag mit Knuspermüsli, Beeren und Joghurt im Café Coffemamas und blättern dabei Klatschzeitungen.

2. Der Feuilletonchef der Berliner Zeitung, Harald Jähner, kommt zu unserer Redaktionssitzung und gibt uns Feedback zum Blog.

3. Um 22 Uhr spielt Nosliw im Yaam. Mit diesem Konzert beginnt für mich der Karneval der Kulturen.

Ich wünsche mir, noch eine Karte für die restlos ausverkaufte Abendvorstellung “Die Ratten” zu bekommen.

Tag 14

1. und 2. Ich treffe mich zum Mittagessen (Highlight 1) und zum Austausch (Highlight 2) mit Rebecca Riedel und Mieke Ulfig, den Stipendiatinnen des Internationalen Forums, die jeden Morgen ihr TTtv (hier gibt’s alle Folgen) auf dem Blog zeigen.

3. Um 20 Uhr diskutiere ich beim Literaturforum im Brechthaus in Berlin-Mitte mit den Bloggern Peter Glaser, Alban Nikolai Herbst und Jan Kuhlbrodt über „Spielarten literarischen Bloggens“.  Die erste Literaturblogveranstaltung ever in Berlin?

Wunsch: Ein Mitglied der TT-Jury äußert sich auf dem Blog zur Blackfacing-Debatte.

Tag 13

1. Für einen Text über Musik im Theater höre ich mir zum 200. Mal Apparats „Krieg und Frieden“-Album an. Die neue Platte von Daft Punk soll ja auch ganz gut sein.

2. Festspielintendant Thomas Oberender bringt im persönlichen Gespräch mit uns Bloggern ein wenig Licht ins Dunkel meiner kulturpolitischen Unwissenheit.

3. Wein und Kuchen beim Geburtstagspicknick auf dem Flughafen Tempelhof (Happy Birthday Micky!)

Ich wünsche mir schon heute, dass „Die Ratten“ morgen Abend nicht so verstaubt und uninspirierend ausfallen wie meine unschöne Begegnung mit „Johanna“ am Montag.

 

Tag 12

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Öffentliches Herz in meiner Straße. Foto: Mai Vendelbo

1. Ich wache auf. Ich habe viel vor. Ich habe nichts vor. Ich kann mich nicht erinnern. Ich gehe joggen, dann kann ich besser denken.
2. Jetzt weiß ich es.
3. Unter anderem möchte ich gern herausfinden, wer in meiner Straße so sehr liebt, dass sie/er überall Herzen hinmalt?

Ich wünsche mir, dass mir die britische Film- und Medienproduktionsfirma Fifty Nine Productions zurückschreibt, die ich für ein Interview mit Leo Warner angefragt habe. Er ist in Katie Mitchells Inszenierung „Reise durch die Nacht“, die am Wochenende beim Theatertreffen gezeigt wurde, verantwortlich für die Videoarbeit. Und ich bereite einen Text über Theater und Technik vor.

Day 11

1. Listening to the differing perspectives at the Disabled people on the stage – artists or exhibits? symposium.

2. Counting the number of Primark brown bags on the U9 on my way to the Uferstudios for an interview.

3. Waiting for the reactions to the premiere of Die heilige Johanna der Schlachthöfe. Will Bühnenwatch show up?

Wish: To catch the International Forum in Wedding. And eat some çiğ köfte.

Tag 10

1. Ich schlafe aus, habe ausgeschlafen.

2. Endlich ist mein Text über Herbert Fritsch fertig (wird heute Abend veröffentlicht, hier ist er), für den ich vergangene Woche mit ihm ein sehr offenes Gespräch führen konnte, das ich noch in bester Erinnerung habe.

3. Ich lasse heute Nachmittag im Radialsystem bei Katie Mitchells „Reise durch die Nacht“ Julia Wieninger nicht aus den Augen und bringe danach hoffentlich noch das ein oder andere Wort aufs Blatt für einen Kollektivtext zu Schauspielerinnen beim TT.

Mein Wunsch: Das Theatertreffen hat mit dem großen Fest gestern seinen Zenith noch nicht überschritten!

 

Tag 9

1. Meine Freundin Nele ist zu Besuch. Das fühlt sich nach zu Hause an.

2. Unter den Theatertreffen-Praktikanten munkelt man: Sekt für alle auf der TT50-Fahrt.

3. Nachdem ich gestern völlig begeistert von Sandra Hüller in „Die Stadt. Die Straße. Der Überfall.” war (hier die Blog-Kritik) war, freue ich mich riesig, sie heute noch einmal beim Fest als Moderatorin sehen zu dürfen.

Mein Wunsch: ich komme mit wundgetanzten Füßen, aber sicheren Weges nach Hause. (Und hier werde ich tanzen: Autistic Disco mit dem Schauspieler Lars Eidinger als DJ, Eintritt frei, ab 23 Uhr.)