Tag 18

1.Ich treffe meine TT-Kolleginnen Anneke und Eva und habe Zeit, mit ihnen im Garten zu quatschen und einen Kaffee zu trinken.

2. Bei der Jury-Abschlussdiskussion wird über alle eingeladenen Inszenierungen debattiert und alle Kritiker des fünfzigsten Theatertreffens haben eine letzte Chance, sich zu äußern.

3. Ich schaue „Orpheus steigt herab“, die letzte Aufführung innerhalb des Theatertreffens.

Wunsch: Da heute unser letzter gemeinsamer Tag mit der TT-Blog-Redaktion ist, wünsche ich mir, dass wir Zeit haben, uns in Ruhe zu verabschieden, das Blog 2013 danach aber nicht sofort in Vergessenheit gerät. Es kommen auch morgen noch einige Texte, etwa das 50-Zeichen-Fazit von allen.

Kollektiv-Blog der Jurydiskussion

Das  Theatertreffen neigt sich dem Ende zu, und heute Nachmittag stellten sich die sieben Jurorinnen und Juroren Vasco Boenisch, Wolfgang Höbel, Ulrike Kahle-Steinweh, Ellinor Landmann, Andres Müry, Christine Wahl und Franz Wille den Fragen des Publikums zu den zum Festival eingeladenen Produktionen. Die Theatertreffen-Blog-Redaktion schrieb mit und meldet sich hier mit den multiperspektivischen Best-of-Mitschriften.

17:20 Das Internationale Forum verlautbart per Videoeinspielung seine Favoriten. Der schnell geschnittene Clip klingt wie She She Pop Hip Hop Bop. (LL)

17:26 Andres Müry vermisste Andrea Breths “Zwischenfälle” am Theatertreffen schmerzlich und will die Regisseurin unter Artenschutz stellen. Franz Wille entgegnet galant Richtung Wien: “Ich möchte mich bei Andrea Breth entschuldigen, sie hat es nicht nötig, unter Artenschutz gestellt zu werden.” “Oh doch!”, wirft Müry ein. Wie auch immer: Gehört das wirklich zu den Aufgaben des Theatertreffens? Dafür gibts doch den WWF. (FA)

17:34 Andres Müry: „Das ist ein nacheilender Gehorsam.“ (She She Pop einzuladen, in der freien Szene hätten sie sich schon durchgesetzt.) Da hat Herr Müry recht. Und trotzdem freue ich mich über diese gehorsame Entscheidung! (GG)

17:48 Andres Müry legt noch einmal richtig los: „Testament” und „Via Intolleranza” fehlen Handwerk, Professionalität und ästhetische Statements, und sind deswegen nicht theatertreffenwert. (MC)

17.54 Moderatorin Barbara Burckhardt fragt, ob die Wiederentdeckung von „Spaß“ eine Anglifizierung des deutschen Theaters mit sich bringt. Plattere Nationsklischees hört man wohl selten. Schade, wo sie doch anderen Begriffen wie dem „Dokumentarischen“ oder „Konsens“ sehr präzise nachspürt. (LL) Continue reading Kollektiv-Blog der Jurydiskussion

Das ABC der Schlussdiskussion

Blutige Nasen. Weinende Männer. Kaputtes Geschirr. Was hatten wir nicht alles erwartet vom Höhepunkt des Theatertreffens – der Jury-Diskussion. Die sieben Juroren stellten sich dem Publikum – und alles blieb gähnend friedlich. Wir haben nichts Neues erfahren und fassen es trotzdem zusammen. Continue reading Das ABC der Schlussdiskussion