Saunalandschaft

Viele Theatertreffen-Gäste wundern sich: Seit dem 17. Mai steht plötzlich eine Sauna im Garten der Berliner Festspiele. Das Projet „Sauna on wheels” stammt von der schwedischen Theaterkompanie Institutet. Deren Idee: „Nach dem Vorbild des finnischen Präsidenten Urho Kekkonen, der seine Sauna während des Kalten Krieges als Forum für diplomatische Verhandlungen zwischen Politikern aus Ost und West einsetzte, wollen Institutet die Idee weiterentwickeln und im Kontext des Theatertreffens 2012 neu aufsetzen.“
Ob diplomatische Verhandlungen stattfinden, lässt sich schwer sagen, zumindest lädt die Sauna zum Entspannen, Verweilen, Diskutieren und Austauschen inmitten des Festivaltrubels ein. Auf einem kleinen Anhänger montiert, steht die Tür offen für alle Gespräche und Möglichkeiten. Hier sitzt man auf engstem Raum zusammen, wie im Theater oder bei einer Performance, die Themen und Situationen sind jedoch frei wählbar – Ein privater und geschützter Bereich, in dem aber alles offen ist. Und: Neben der körperlichen Veränderung ist auch eine mentale Veränderung möglich. Sehen Sie selbst:

This is not a love song: „Conte d’Amour“

Conte d’Amour“ zählt nicht zu den zehn nominierten TT-Inszenierungen, sondern wurde 2011 beim Theaterfestival „Impulse“ als beste Off-Theater-Produktion ausgezeichnet und ist nun als Gastspiel nach Berlin eingeladen. Die Ko-Produktion der Kollektive Institutet aus Schweden und Nya Rampen aus Finnland mit Markus Öhrn, verantwortlich für Regie, Bühne, Video und Foto, bildet also nicht nur ein Beispiel für kollektive Arbeitsweisen, sondern auch für internationale Vernetzung – und für ein körperlich-sinnliches Theater ohne Sprachbarrieren und mit großer verstörender Wirkung. Continue reading This is not a love song: „Conte d’Amour“