Im Auge der Macht

Andreas Kriegenburg hat Kafkas “Der Prozess” als bildmächtige Parabel inszeniert. Das seltsame Leiden der Hauptfigur an einem ominösen Gerichtsprozess lässt er acht Schauspieler auf einer eindrucksvollen vertikalen Drehbühnenkonstruktion exerzieren. Nicht zum ersten Mal war der Regisseur dabei sein eigener Bühnenbildner. Wir wagen zwei Überlegungen zu seinem Bewegungskonzept.

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Gegen das Gesetz der Schwerkraft: "Der Prozess" in der Inszenierung von Andreas Kriegenburg beim tt09. Foto: Arno Declair

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Looking for Kafka

Ausdruckslose Gesichter in der Redaktion, als die Sprache auf das Kafka-Gastspiel beim tt09 kommt. Andreas Kriegenburgs Münchner Der Prozess”-Inszenierung ist eingeladen, doch was soll man dazu sagen – Kriegenburg interessiert, aber Kafka? Warum und vor allem wie soll man überhaupt noch über Kafka nachdenken? Eine Recherche im Selbstversuch.

Kafkaregal im Dussmann
Zeitlos schick im Buchladen: das Kafka-Regal. Fotos: Kristin Becker

Den Einstiegstest mache ich nachts am Küchentisch. Muss man Kafka heute noch lesen, frage ich Continue reading Looking for Kafka