Wohin des Wegs? Die TT-Blogger 2013 weiterlesen

Damit der Abschied vom TT-Blog nicht so schwer fällt, geht’s bei den Berliner Festspielen mit dem Blog zum Theatertreffen der Jugend weiter … oder auf den Blogs und Twitterkanälen der TT-Blogger.

Ein Blog zu Theater, Kunst, Musik, Mode, Gesellschaft (und vielem anderen) ist Milchmädchenmonolog von Eva Biringer. Auf Unruhe im Oberrang sondiert Clemens Melzer mit einem Blogger-Kollektiv vor allem die freie Szene und die Arbeiten kleinerer Theater in Berlin. Auf KENDIKE zeigt Henrike Terheyden ihre Zeichnungen, Mai Vendelbo verbindet auf Touching Theater Foto und Theatrales. Summer Banks schreibt online vor allem für den Exberliner. Mich findet man u.a. bei der schriftstelle, wo ich über Literaturveranstaltungen in Berlin und Digitalisierung berichte, aber auch als Verlegerin von Ebooks bei mikrotext. Auf Twitter sind wir @evaperlaperla, @iljaclemens, @h_terheyden, @exberlinerstage, @eefkeklein, @nikonee. Twitterarchiv zu allen Tweets während des Theatertreffens: @TT-blog13 und #TT50.

Gruppenfoto Ausschnitt
Gruppenfoto mit Baum auf der Holzkonstruktion im Publikumsgarten, Haus der Berliner Festspiele: Mai Vendelbo, Eva Biringer, Eefke Kleimann, Nikola Richter, Henrike Terheyden, Summer Banks, Clemens Melzer (v.l.n.r.). Foto: Mieke Ulfig

Sieben Alumni schenkten dem Theatertreffen-Blog zum fünften Geburtstag einen Beitrag. Und auch sie bewegen sich deutlich im Netz: Adrian Anton schreibt auf FLÜSTERN+SCHREIE über Theater, vor allem aus dem Hamburger Raum, aber er berichtete jüngst auch auch von vier Tagen Berlin: „Viermal Theater, dreimal Theatertreffen, dreimal Berghain, einmal Kleingarten, einmal Museum. Ein Marathon.” Video- und Musikfundstücke versammelt Florian Duijsens’ Blog neonresolutions, weiterhin ist er aktiv als Managing Editor bei asymptote journal, einem Web-Magazin zu Übersetzungen ins Englische. Hamed Eshrat ist Designer und freischaffender Zeichner in Berlin und dokumentiert seine Arbeit im Netz. Maximilian Grosser bloggt manchmal für die Bosch-Stiftung über Kultur und Gesellschaft, aber arbeitet vor allem als Radiojournalist und Redakteur des Neuköllner Kiezblattes Donauwelle in Berlin. Fotos, Zitate von, vor allem britischen, Theaterleuten, Links findet man auf Miriam Sherwoods englischsprachigem Blog gluehbirnestage. Cory Tamlers Aktivitäten mit ihrem Performancekollektiv Yinzerspielen lassen sich auch aus der Ferne über ihren Blog verfolgen, sie lebt derzeit in Brooklyn. Matthias Weigel schreibt als freier Journalist u.a. für nachtkritik.de. Weiterhin ist er Projektleiter Second Screen für die Serie About:Kate (Arte) bei Ulmen Television. Dabei geht es unter anderem um die Einbindung von Inhalten aus der Community.
Community, das ist ein gutes Schlusswort.

Applaus Applaus

Über das Theatertreffen-Publikum
Ein Stück ist nicht zu Ende, wenn es zu Ende ist. Auch die Inszenierung ist nicht zu Ende, wenn das letzte Wort auf der Bühne gesprochen ist. Applaus wird geprobt und der Regisseur ist aufgefordert, genau zu überlegen, wie er an dieser Stelle mit dem Publikum umgeht. Die konkrete Umsetzung am Abend der Vorstellung ist dann aber meist den Darstellern und ihrem Gespür überlassen: Wenn gebuht wird, muss man sicher nur einmal zum Verbeugen auf die Bühne. Für die Zuschauer ist diese Applaus-Inszenierung meist nicht wahrnehmbar, weil subtile Mittel benutzt werden. Bei Herbert Fritsch ist das anders. Er legt seine Mittel offen. Bei ihm endet das Gesamtkunstwerk erst, wenn der letzte Zuschauer den Saal verlassen hat. Continue reading Applaus Applaus

Wer sind die neuen Blogger?

Sie kommen aus Berlin, Hamburg, Hildesheim, London, München und Wien. Sie lieben Theater und regen sich auch mal darüber auf. Und sie sind die 2012-Blog-Redaktion. Bis zum Festivalstart werden sie sich jeder in zwei Beiträgen dem Theatertreffen auf ihre ganz persönliche Art und Weise nähern:
Für Adrian Anton, der in Hamburg über Armut und Tod promoviert, in einem Studiengang, der sich noch Volkskunde Schrägstrich Anthropologie nennt, ist das inszenierte “Mit-der-Welt-Auseinandersetzen reines Hobby”, aber das Theater stößt immer wieder so viel bei ihm an, dass er seit 2009 darüber online schreibt.
Hamed Eshrat sagt von sich selbst, er arbeite “ziemlich minimal”. Seinen Flachbrettscanner kann er im Rucksack verstauen, ebenso Stift und Papier, mit denen er zeichnerisch festhält, was ihn bewegt – bisher waren das auch Graphic Novels, etwa über die Revolution in Iran 1979.
Karl Wolfgang Flender lernt gerade Türkisch in Istanbul und versucht sich dort auch als Videoblogger. Ab dem Sommersemester studiert er wieder Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Er will herausfinden, wie ein Blog die Präsenz des Theaters anders als ein gedrucktes Medium abbilden kann.
Sie geht an 200 Abenden im Jahr ins Theater, schreibt darüber kurze, schnelle Texte und erstellt dazu Grafik-Collagen. Das betrachtet sie als “ihre Ausbildung”. Tagsüber studiert Magdalena Hiller aber Wirtschaftsrecht in Wien, den Abschluss wird sie im Sommer machen.
Nadine Loës reist regelmäßig von München nach Berlin für ein Aufbaustudium an der Ostkreuzschule. Sie fotografiert eigentlich mit einer alten zweiäugigen Voigtländer-Kamera ihres Großvaters, ganz analog, aber beim Theatertreffen will sie “zeitnaher” mit einer digitalen Kamera arbeiten.
Die Engländerin Miriam Rose Sherwood stieß auf die tt-Blog-Ausschreibung über einen tt Talente Flyer in der Stadtbibliothek, eigentlich hält sie sich gerade aber mehr beim Kinder- und Jugendtheater Theater o.N. im Prenzlauer Berg und beim English Theatre Berlin auf, wo sie assistiert. Sie ist für ein Jahr in Berlin, “um so viel wie möglich zu erfahren”, ab Oktober studiert sie “Text and Performance” in London.