“Mich befriedigt die klassische Form nicht”

Er liest sich wie Prosa und ist doch Theater. Er hat keine klare Handlung, keine wiedererkennbaren Figuren, aber ist für die Bühne geschrieben. Oliver Klucks zum Stückemarkt eingeladener Theatertext “Das Prinzip Meese” wirft viele, nicht nur stilistische Fragen auf und wurde am 10. Mai um 20 Uhr von Robert Beyer, Sandra Hüller, Astrid Meyerfeldt, Heide Simon und Ingo Günther im Haus der Berliner Festspiele szenisch gelesen.

Oliver Kluck
Auf der Suche nach der Form: der zum Stückemarkt 09 eingeladene Autor Oliver Kluck. Foto: Jan Zappner

“Das Prinzip Meese” fängt mit dem Vorschlag an, Helmut Schmidt als einzigen Sprecher für das Stück einzuladen. Haben Sie ihn mal angefragt, ob er das tun würde?

Nein. Als das Stück entstanden ist, gab es eine Helmut-Schmidt-Kampagne. Überall Plakate, auf denen man ihn rauchen sah. Beim Warten auf die S-Bahn in Berlin Gesundbrunnen fielen sie mir auf, und ich habe gedacht, er kommt jetzt in den Text rein. Continue reading “Mich befriedigt die klassische Form nicht”