“Tun, als ob” geht bei Gosch nicht!

Die eine ist Schauspielerin, hat schon fünfmal in Inszenierungen von Jürgen Gosch gespielt. Beim tt09 ist sie die Mascha in Tschechows “Möwe”. Dort steht auch die andere, eigentlich Regie-Hospitantin, in der Minirolle des “Dienstmädchens” auf der Bühne, als eine von drei Laien: Meike Droste und Theresa Schütz über ihre Erfahrungen mit dem Regisseur Jürgen Gosch.

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Von schwierigen gruppendynamischen Prozessen keine Spur: Die Darstellerinnen Meike Droste (links) und Theresa Schütz. Fotos: Jan Zappner

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Zum Muttertag (statt später Blumen)

Meine Mutter hat mich angerufen. “Es war ja Muttertag, ich weiß nicht, ob du das wusstest …” Oh Schreck! Warum ich das schlicht und einfach vergessen hatte, habe ich ihr in einem Brief geschrieben.

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Statt Fleurop: der Rhododendron im Kantinengarten. Foto: Kristin Becker, Anna Postels

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“Diesen Abend vergisst man nicht” – wenn sich Kritiker begeistern

Theaterkritiker zu sein, ist ja schon hart verdientes Brot. Tagein, tagaus sitzt der Kritiker in den Theatern, Abend für Abend, Stunde für Stunde, nur schwer lässt er sich zu überschwänglichem Lob hinreißen. Umso überraschender, als nach der Premiere von der “Möwe” in der Regie von Jürgen Gosch im Dezember 2008 sich die Kritiker mit Lob überschlugen. Selten las man so Überschwängliches von den Speerspitzen der Kulturberichterstattung. Continue reading “Diesen Abend vergisst man nicht” – wenn sich Kritiker begeistern

Sich freispielen

Was ist das Besondere am Theater Jürgen Goschs? Wir fragten seine langjährigen Kollegen Johannes Schütz, Roland Schimmelpfennig und Ulrich Matthes nach dem Geheimnis des Einzigartigen.

Sein Durchbruch ließ lange auf sich warten, doch nun zählt Jürgen Gosch zweifellos zu den gefragtesten Theaterregisseuren und ist in diesem Jahr gleich mit zwei Inszenierungen zum Theatertreffen eingeladen. Am vergangenen Sonntag, 3. Mai 2009, bekamen Jürgen Gosch und Johannes Schütz für die gemeinsame Arbeit den mit 20.000 Euro dotierten Berliner Theaterpreis im Deutschen Theater verliehen. Der schwerkranke Regisseur konnte an dem Festakt jedoch nicht teilnehmen.

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Autoren: Anna Postels und Matthias Weigel; Kamera und Schnitt: Matthias Weigel