Palästinensisches Dorf unter Pointenbeschuss

Scheu vor kompliziertem Stoff kann man ihr nicht vorwerfen: Die österreichisch-israelische Regisseurin Yael Ronen beschäftigt sich in „The Situation“ mit der politischen Lage des nahen Ostens, im Hebräischen oder Arabischen schlicht „The Situation“ genannt. Continue reading Palästinensisches Dorf unter Pointenbeschuss

Über Berlin I: Zeichnung zur Inszenierung von „Jonas Jagow“

Heute denkt das Theatertreffen-Blog über Berlin nach. Hamed Eshrat hat sich die Inszenierung des Stückes „Jonas Jagow“ (Regie: Jan Gehler) von Michel Decar im Maxim-Gorki-Theater angeschaut, das im März 2013 Premiere hatte und 2012 beim Stückemarkt mit dem Förderpreis für neue Dramatik ausgezeichnet wurde. Darin soll Berlin ganz einfach mal … zerstört werden. Die Hauptfigur, der junge zornige Mann Jonas Jagow sagt: „Ich werde der Stadt den Krieg erklären, Majzahn, ich werde mich bewaffnen mit Spucke und Benzin und ich werde der Welt den Tod erzwingen, so wie der Tod mich selbst erzwingen will.“

Zeichnung: Hamed Eshrat
Berlin, unzerstört, nach der Vorstellung von „Jonas Jagow“.  Zeichung: Hamed Eshrat

PERSONAL
Jonas Jagow Kurt und Efim Meckauer
Frau Meckauer
Das hübsche Franzerl
Majzahn, Kroate
Die Königin von Tempelhof (Nina)
Das Orkantief Felix
Der Bombenhagel
Der Fleischspieß
Das Lied von den zukünftigen Inseln

KAPITEL DER GROßEN HISTORISCHEN BESICHTIGUNGSFAHRT
Der Verbrecher Jonas Jagow zerstört Charlottenburg, er ist jung und schlecht gelaunt
Das Spucken auf den Boden und das Spucken in den Mund
Nachmittag im Görlitzer Park
Im Wald bei Oranienburg
Das Lied von den Bauern und den Künstlern
Jonas Jagow verliebt sich ins Franzerl und scheidet aus
JJ würde gerne ein Floß bauen aus Holz und aus Gold
Bombenleger Jagow leitet die Spree um und überschwemmt Friedrichshain
Moabiter Nächte – MDMA Feuer
Der Kampf im Wedding mit dem Teufel / Nachtbus
Erinnerung an die Mutter
Jonas Jagow lehnt jegliche Verantwortung ab
Jonas Jagow lehnt sich zurück und sagt: Was ist?
Der Tod des Rennfahrers Epilog in Moa-Moabit

Auszug aus „Jonas Jagow“ von Michel Decar.

Lesen Sie auch die beiden anderen Beiträge unseres Berlin-Schwerpunkt: Teil II (Abrechnung mit Berlin als Künstlerstadt) und Teil III (Ortsbegehungen mit dem Internationalen Forum). Michel Decars neues Stück „Kevin allein im Universum“ hat am 20. Juni in der Volksbühne Premiere.

Du bist Baywatch!

“Das Prinzip Meese” von Oliver Kluck gewann im vergangenen Jahr den Förderpreis des Stückemarkts. Es beschreibt eine “Generation”, die zwischen Kurzarbeit und Fernsehen, E- und U-Kultur und unter den an sie gestellten Erwartungen fast verschwindet. Gestern lief das  Stück in der Inszenierung von Antú Romero Nunes im Maxim Gorki Theater in Berlin.

In Jogginghose und T-Shirt: Szene aus "Das Prinzip Meese" in der Regie von Antú Romero Nunes. Foto: Thomas Aurin

Aus dem Vorwort zum Stück:

Jedes Verlagsprogramm ist für dieses Stück geeignet, jedes Feuilleton kann kompetent darüber schreiben (ohne es gesehen zu haben).

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“Komische, nervige Germanisten?”

Philipp Löhle, Hausautor am Maxim-Gorki-Theater, erzählt im Interview von seiner Zeit als Workshopteilnehmer und “tt Talent” beim Stückemarkt 2007. Die diesjährige Förder-Plattform für Nachwuchs-Dramatiker wird heute mit zwei szenischen Lesungen eröffnet.

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Blick nach vorne: Jung-Dramatiker und Ex-tt-Talent Philipp Löhle. Foto: Pegasus Verlag- und Autorenagentur

Das Theatertreffen kennt dreierlei Arten von Talent, oder besser, der Talenteförderung: den Stückemarkt, das Internationale Forum sowie Continue reading “Komische, nervige Germanisten?”