Und der Berliner Theaterpreis geht an…

… Sophie Rois! Da muss und kann ja eigentlich nicht mehr viel gesagt werden. Zumal Frau Rois in den letzten Jahren einiges an Preisen und Ehrungen empfangen hat. Und zu solchen Anlässen wird meist eine Menge gesagt. Hier auch. Aber die Verleihung des Theaterpreises war tatsächlich unterhaltsam, witzig, theatralisch und berührend: die Patzer in der Rede des Herrn Rasch („…Obermeyer?“), die Lieder für Sophie von Bernd Begemann, die schlotternden Knie von René Pollesch, die Chor-Lieder – und natürlich der Auftritt von Sophie Rois as her fabulous self! Continue reading Und der Berliner Theaterpreis geht an…

Hinter der Kamera

Fotoprobe von „Gesäubert / Gier / 4.48 Psychose: Die ohnehin extrem kurze Probenzeit vor der Aufführung am Abend verkürzt sich extrem, wenn die Schauspieler mittags noch für die Fotokameras auf die Bühne müssen. Techniker, Beleuchter, Bühnenmeister und sämtliche Beteiligten auf unterschiedlichen Ebenen befinden sich unter Hochspannung – eine Inszenierung lässt sich schließlich nicht ohne weiteres von einer Bühne auf eine andere versetzen. Licht und Bühnenbild müssen den Gegebenheiten des neuen Hauses angepasst werden, die Schauspieler müssen mit veränderter Akustik kämpfen. Erstaunlich daher, dass weder die Schauspieler auf der Bühne noch Johan Simons und sein Team im Zuschauerraum nervös wirken.

Fotoprobe // Gesäubert / Gier / 4.48 Psychose. Foto: Nadine Loës.

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Wer sind die neuen Blogger?

Sie kommen aus Berlin, Hamburg, Hildesheim, London, München und Wien. Sie lieben Theater und regen sich auch mal darüber auf. Und sie sind die 2012-Blog-Redaktion. Bis zum Festivalstart werden sie sich jeder in zwei Beiträgen dem Theatertreffen auf ihre ganz persönliche Art und Weise nähern:
Für Adrian Anton, der in Hamburg über Armut und Tod promoviert, in einem Studiengang, der sich noch Volkskunde Schrägstrich Anthropologie nennt, ist das inszenierte “Mit-der-Welt-Auseinandersetzen reines Hobby”, aber das Theater stößt immer wieder so viel bei ihm an, dass er seit 2009 darüber online schreibt.
Hamed Eshrat sagt von sich selbst, er arbeite “ziemlich minimal”. Seinen Flachbrettscanner kann er im Rucksack verstauen, ebenso Stift und Papier, mit denen er zeichnerisch festhält, was ihn bewegt – bisher waren das auch Graphic Novels, etwa über die Revolution in Iran 1979.
Karl Wolfgang Flender lernt gerade Türkisch in Istanbul und versucht sich dort auch als Videoblogger. Ab dem Sommersemester studiert er wieder Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim. Er will herausfinden, wie ein Blog die Präsenz des Theaters anders als ein gedrucktes Medium abbilden kann.
Sie geht an 200 Abenden im Jahr ins Theater, schreibt darüber kurze, schnelle Texte und erstellt dazu Grafik-Collagen. Das betrachtet sie als “ihre Ausbildung”. Tagsüber studiert Magdalena Hiller aber Wirtschaftsrecht in Wien, den Abschluss wird sie im Sommer machen.
Nadine Loës reist regelmäßig von München nach Berlin für ein Aufbaustudium an der Ostkreuzschule. Sie fotografiert eigentlich mit einer alten zweiäugigen Voigtländer-Kamera ihres Großvaters, ganz analog, aber beim Theatertreffen will sie “zeitnaher” mit einer digitalen Kamera arbeiten.
Die Engländerin Miriam Rose Sherwood stieß auf die tt-Blog-Ausschreibung über einen tt Talente Flyer in der Stadtbibliothek, eigentlich hält sie sich gerade aber mehr beim Kinder- und Jugendtheater Theater o.N. im Prenzlauer Berg und beim English Theatre Berlin auf, wo sie assistiert. Sie ist für ein Jahr in Berlin, “um so viel wie möglich zu erfahren”, ab Oktober studiert sie “Text and Performance” in London.