Jahrmarkt der Grausamkeiten

In der Inszenierung von Sebastian Nübling und dem Ensemble der Münchner Kammerspiele dreht sich ein Kettenkarussell um die trashige Spießigkeit einer US-amerikanischen Kleinstadt. „Orpheus steigt herab“ von Tennessee Williams – eine Parabel über Fremdenfeindlichkeit und über den verzweifelten Versuch, die Liebe zum Anderen zu retten.

Zeichnung: Henrike Terheyden/ KENDIKE
Zeichnung: Henrike Terheyden/ KENDIKE

Bloggerin Eva Biringer ist ganz angetan vom „steten, smoothen Gleiten“ von Risto Kübar in der Rolle des „Val“. Und wer sich nicht mehr ganz sicher ist, worum es in der griechischen Mythenwelt bei Orpheus ging, findet hier Nachhilfe. Alle Zeichenkritiken zu den zum TT eingeladenen Inszenierungen hier.

Otto erklärt Orpheus. Griechische Mythologie in drei Minuten

Heute Abend ist die Theatertreffen-Premiere von Sebastian Nüblings Inszenierung von  „Orpheus steigt herab“, geschrieben von Tennessee Williams. Orpheus, Orpheus, Orpheus, wer war verdammt noch mal Orpheus? Eine kleine dramaturgische Einführung von Blogmaskottchen Otto, die eigentlich am liebsten motzt.

orpheus

Zeichnung: Henrike Terheyden/ KENDIKE
Zeichnung: Henrike Terheyden/ KENDIKE

Die Geschichte, die erzählt, wo die Lyra herkommt, mit der Orpheus die ganze Welt verrückt macht, ist eigentlich noch viel spannender, wenn auch weniger romantisch. Sie muss ein anderes Mal erzählt werden. Hinweis am Rande: Sie hat etwas mit Schildkröten zu tun …